Europawahl

Was halten Sie denn von Europa?

Studenten und Professorinnen der UE übertragen die Europawahl aus dem Kreis am Sonntag live.

Studenten und Professorinnen der UE übertragen die Europawahl aus dem Kreis am Sonntag live.

Foto: Frank Jungbluth

Iserlohn.   Studenten der Fachhochschule UE am Seilersee sind Sonntag zur Europawahl live im Studio und der Redaktion mit Filmen, Texten und Radiosendungen.

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Die Begeisterung war groß, als 1979 zum ersten Mal zur Wahl des Europaparlamentes aufgerufen wurde: Knapp 66 Prozent der Wahlberechtigten stimmten mit – 2014 die Ernüchterung, nur noch 47,9 Prozent stimmen mit, die Nichtwähler sind stärkste Fraktion. „Warum ist das so?“, fragen sich Lara Grewe, Lukas Porzberg und Julia Schuchardt. Die drei studieren Journalismus und Unternehmenskommunikation an der University of Applied Sciences (UE) am Seilersee. Sie gehen mit ihren Kommilitonen der Sache auf den Grund. Mit Stift und Papier, Kamera, Aufnahmegerät und Filmkamera. „Diese Europawahl ist wichtig, vielleicht wichtiger als alle zuvor, wir wollen zeigen, dass es sich lohnt, zu wählen. Vor allem wollen wir aktuell berichten, wenn die Menschen in Iserlohn gewählt haben und sie fragen, warum sie so oder anders entschieden haben“, sagt Lara Grewe, die als Kamerafrau in Sachen Europa unterwegs sein wird.

Praxis im Studium ist das Eine, ein Gefühl für die Stimmungen von Wählerinnen und Wählern für die Wahrnehmung von Politik das Andere, was die Studentinnen und Studenten der UE interessiert. „Wie kommunizieren Politiker mit jungen Menschen, wie mit älteren? Erreichen sie die Menschen?“, sagt Julia Schuchardt (22). Ja, die sozialen Netzwerke seien wichtig. „Aber wir wollen auch persönlich angesprochen werden.“ Politik muss erlebbar, greifbar, praktisch sein – das ist eine Erkenntnis aus den Interviews, die von den UE-Studenten mit Iserlohnern auf der Straße am Montag und Dienstag vor der Wahl geführt worden sind.

In den Medien heißt es, dass deutsch-französische Verhältnis sei auf dem Tiefpunkt. „Ich habe Freunde in Frankreich, wir verstehen uns sehr gut“, widerspricht Lukas Porzberg (22). „Ich fühle mich als Europäer, ich bin als Europäer aufgewachsen, das ist selbstverständlich. Und Europa ist etwas Positives.“

Dr. Christine Piepiorka und Dr. Jasmin Schulten-Jaspers sind Professorinnen an der UE, sie unterrichten im Studiengang Journalismus und Unternehmenskommunikation . „Es gibt vier TV-Beiträge, eine Live-Sendung, Radionachrichten, Texte auf unserer Internetseite – wir wollen die Wahl auf allen Kanälen begleiten“, sagt Christine Piepiorka.

Dazu werden auch die sozialen Netzwerke mit Inhalt gefüllt. Wahlhelfer werden befragt, Wähler gehört, Stimmungsbilder gezeichnet – „das ist ein großes Projekt, wir hoffen, dass wir viele Menschen dafür interessieren können“, sagt Jasmin Schulten-Jaspers. Es geht um Europa, um die Demokratie, darum, dass man mitmacht. „Es ist vor allem für unsere Generation wichtig, sich für Europa zu engagieren“, weiß Lara Grewe.

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