Kunst

Werke laden zum Staunen und Nachdenken ein

Die Bachelor-Ausstellung in Barendorf zeigt Arbeiten von Daniel Langermann (v. li.), Mailin Modrach, Lucas Sichelschmidt, Madith Pauwels, Lisa Prinzler, Ubbo Kügler (Dozent), Melissa Kavanagh, Katharina Mayer (Dozentin), Melanie Rößler, Kennet Völlmecke, Lisa Grünewald und Lukas Bulter. Foto:Sebastian Blesel

Die Bachelor-Ausstellung in Barendorf zeigt Arbeiten von Daniel Langermann (v. li.), Mailin Modrach, Lucas Sichelschmidt, Madith Pauwels, Lisa Prinzler, Ubbo Kügler (Dozent), Melissa Kavanagh, Katharina Mayer (Dozentin), Melanie Rößler, Kennet Völlmecke, Lisa Grünewald und Lukas Bulter. Foto:Sebastian Blesel

Iserlohn.   Die Vernissage der Bachelor-Ausstellung „fachwerke“ zum Anlass des fünfjährigen Bestehens der BTK stieß auf große Resonanz.

Einen regen Zuspruch hatte in Barendorf die Vernissage der Bachelor-Ausstellung „fachwerke“ aus Anlass des fünfjährigen Bestehens der BTK – Hochschule für Gestaltung in Iserlohn. Gemeinsam mit der BiTS ist die BTK am Standort Iserlohn seit 2017 ein Teil der „University of Applied Sciences Europe“ (UE) und bietet die Bachelor-Studiengänge Kommunikationsdesign und Fotografie an. Zahlreiche künstlerische Projekte und Kooperationen mit der Stadt und der Region zeichnen dabei ihre Arbeit aus.

13 Absolventen, die in den nächsten Tagen ihre Abschlussprüfung haben, präsentierten in Barendorf ihre beeindruckenden Exponate.

Das Gelernte mit Herzund Verstand einsetzen

Zunächst begrüßten Prof. Katharina Mayer (Fotografie) und Prof. Ubbo Kügler (Kommunikationsdesign) das Publikum. „Erfolg hat drei Buchstaben: Tun!“ – mit diesem Goethe-Zitat ermutigte Prof. Stefan Stein als Rektor der UE die Absolventen dazu, mit ihren Ideen den Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen, dabei das Gelernte mit Herz und Verstand einzusetzen.

So habe das Studium – hier in Iserlohn in sehr familiärer Atmosphäre – ihnen vermittelt, dass das „Rausgehen“ aus der vertrauten Umgebung, das Verlassen der Komfort-Zone immer wieder wichtig sei, um neu beobachten und sehen zu lernen, „Futter“ für Gestaltungsideen zu erhalten. So gehörten in den dreieinhalb Jahren auch Auslandexkursionen dazu, nach Kenia, Portugal und New York.

Es müsse aber gar nicht die Reise nach Kenia sein: „Rausgehen“ könne auch bedeuten, vor der eigenen Tür Anregungen zu sammeln und zu erkunden, wo der Standort Iserlohn ein Alleinstellungsmerkmal zu bieten habe. So sei die Ausstellung der „fachwerke“ im Barendorf mit seinen Fachwerk-Häusern geradezu ideal verortet – Dank ging an Museumsleiter Gerd Schäfer für diese Möglichkeit.

Nach einer Vorstellung der Absolventen, Geschenkübergaben und Danksagungen wurden die Bachelor-Werke betrachtet, die zum Staunen, Schmunzeln, Nachdenken und Fragen einluden, zu lebhaften Gesprächen animierten, vor allem aber zum genauen Hinsehen: Ob es das Buch „relive“ über „Retro-Mode“ war oder ein individuelles Leitsystem für ein Krankenhaus, ein Musikvideo über Schuhe, ein liebevoll illustriertes Büchlein „Sommerurlaub“ als Anregung für Gespräche mit Demenzkranken oder vier sehr unterschiedliche Infografiken, die auf eindrückliche Weise vor Augen führten, wie manipulativ die bloße Darstellung ein und derselben Statistik sein kann, bis hin zu dem ergreifenden, sehr persönlichen Foto- Film über die schwere Erkrankung der Mutter, genannt „My Mother’s Journey“.

Einen weiteren Einblick erhielten die Besucher in einem kleineren Raum mit Werken von den „Drittsemestern“, die sich mit dem Thema „Draht“ beschäftigt hatten. Auch hier war mit Zeichenstift, Fotografie, Film – und natürlich Draht selbst – eine Annäherung gelungen, die den Blick weitete für all die Lebensbereiche, in denen Draht von Nutzen ist.

Barendorf-Ausstellungzeigt kreative Exponate

Das Studium sei „besonders“, so Prof. Mayer, weil alle Studierenden der BTK beide Bereiche – Kommunikationsdesign und Fotografie – ausführlich kennenlernten. Sie sind mit ihrem jeweiligen Bachelor-Abschluss dadurch sehr breit aufgestellt, wofür die Ausstellung mit ihren überaus kreativen Exponaten ein anschauliches Zeugnis sei.

Die Ausstellung ist noch bis zum 11. Februar zu sehen.

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