Maskenspende

Wichtiger Beitrag zur Bewältigung der Corona-Krise

Im Seniorenhaus Nußberg übergab Sarwat Nasir (2.v.r.) von der Frauenorganisation der Iserlohner Ahmadiyya-Gemeinde fünfzig selbst genähte Mund- und Nasen-Schutzmasken an Leiterin Sylvia Sawatzki (M.). Mit dabei Nicole Behlau sowie Ilona Hacker und Tuba Belgeli vom Volme Kulturforum  (v.li.).

Im Seniorenhaus Nußberg übergab Sarwat Nasir (2.v.r.) von der Frauenorganisation der Iserlohner Ahmadiyya-Gemeinde fünfzig selbst genähte Mund- und Nasen-Schutzmasken an Leiterin Sylvia Sawatzki (M.). Mit dabei Nicole Behlau sowie Ilona Hacker und Tuba Belgeli vom Volme Kulturforum (v.li.).

Foto: Privat / IKZ

Iserlohn.  Die Stadt Iserlohn hat sich jetzt bei zahlreichen Engagierten bedankt, die Senioren- und Pflegeheimen selbstgenähten Masken gespendet haben.

Die Pandemie-Koordinierungsstelle der Stadt Iserlohn hatte zur Unterstützung beim Nähen von Schutzkleidung für das städtische Seniorenzentrum Waldstadt Iserlohn aufgerufen. Viele hatten sich ans Werk gemacht, um einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Unter ihnen auch die Frauengruppe der Iserlohner Ahmadiyya-Gemeinde. „Gerade in Zeiten wie diesen ist es unabdingbar, Zusammenhalt und Solidarität gegenüber den Mitmenschen zu zeigen“, meint Malieha Ahmed.

Die Mitglieder der Frauenorganisation ihrer Gemeinde hatten sie es sich zur Aufgabe gemacht, unentgeltlich Behelfsmasken anzufertigen und sie Organisationen und Einrichtungen zu überlassen, die diese Sachspenden dringend benötigten. Deshalb übergab jetzt die Vorsitzende der Frauengruppe Sarwat Nasir ein Kontingent von fünfzig selbst genähten Gesichtsmasken an die Leiterin des Seniorenhauses Nußberg Sylvia Sawitzki, die sich sehr über dieses freiwillige Engagement freute: „Die Gesichtsmasken sind eine tolle Unterstützung zur Ausstattung des Pflegepersonals. Dadurch, dass sie waschbar und somit nachhaltig sind, tragen sie dazu bei, die aktuell große Menge an Einwegprodukten in der Pflege zum Schutz vor Ansteckung zu reduzieren.“ Zu denjenigen, die als Privatpersonen zu Beginn der Krise selbst initiativ geworden sind, gehörte auch die Iserlohnerin Ilona Hacker. Aus Verbundenheit zum städtischen Seniorenpflegeheim, in dem ehemals ihr Vater wohnte, hatte sie sofort fünfzig Masken gefertigt und dort angeliefert. Auch eine telefonische Bestellung von dreizehn Masken für Personal in der Senioren- und Behindertenarbeit lieferte sie von einem Tag auf den anderen. „Es ist ein schönes Gefühl, mit eigener Kraft und eigenen Mitteln helfen zu können“, so Ilona Hacker.

Unterstützung auch vom Volme Kulturforum

Ebenso meldete sich die stellvertretende Vorsitzende des Volme Kulturforums Tuba Belgeli. 80 Stoffmasken lieferte sie im Seniorenzentrum Waldstadt ab, von wo aus sie an weitere Seniorenpflegeheime verteilt wurden: „Unserem Verein, in dem sich sowohl in Hagen als auch in Iserlohn türkische Mitbürger sowie Menschen anderer Nationalitäten mit Migrationshintergrund für Kinderbetreuung und -erziehung engagieren, ist es wichtig, Solidarität zu zeigen und auf diesem Wege den Dialog zwischen den Kulturen zu fördern.“

Nicole Behlau von der Stadt Iserlohn ist von dem vielfältigen Engagement begeistert: „Es ist absolut erfreulich, zu erleben, wie groß die Bereitschaft ist, sich für andere Menschen einzubringen, und das unabhängig von Alter, Konfession und Nationalität. Gerade gegenüber denjenigen, die wegen ihres Alters oder auf Grund von Vorerkrankungen zur Risikogruppe für eine Virusinfektion gehören, und denjenigen, die sich für diese Menschen im beruflichen Kontext einsetzen, ist nun mehr denn je Solidarität gefragt.“ Interessierte, die sich auch gerne engagieren möchten, können Kontakt zu Nicole Behlau aufnehmen unter 02371 / 217-2083.

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