Iserlohn.

„Wir haben in dieser Woche sehr viel gearbeitet“

Der Kunstmarkt bildete den Abschluss des diesjährigen internationalen Kunstsommers in Barendorf

Foto: IKZ

Der Kunstmarkt bildete den Abschluss des diesjährigen internationalen Kunstsommers in Barendorf Foto: IKZ

Iserlohn.   Der vielseitige Kunstmarkt bildete den Abschluss des internationalen Kunstsommers in Barendorf.

„Ich hatte viele Betrachter meiner Bilder“, freut sich der sonst in seinem Atelier in Ihmert arbeitende Künstler Krystian Styrnol beim Kunstmarkt in Barendorf, dass sich daraus auch neue Auftragsarbeiten ergeben. Der Maler zeigte Gemälde in verschiedenen Techniken, teilweise Abstraktes, teilweise Gegenständliches. Er ist Dozent der Kunstfabrik „casa b“, die gemeinsam mit dem Kunstverein Iserlohn den Kunstsommer in Barendorf anbot.

Er ist nach Angaben des Vorsitzenden des Kunstvereins Iserlohn Christoph Wieloch ein voller Erfolg gewesen, ebenso wie das Bergfest am Donnerstag mit 100 Gästen, unter ihnen auch Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens und die Jazzband „Hot Jazz Society“. Nachdem zunächst 40 Künstler gestartet waren, konnte Wieloch am Ende 70 Teilnehmer vermelden: „Wir haben in dieser Woche sehr viel gearbeitet. Es waren alle Kunstrichtungen vertreten: Malerei und Zeichnung, Bildhauerei, Fotografie und Objektkunst. Die Ergebnisse präsentierten die Aussteller den Kunstmarktbesuchern.“ Glücklicherweise habe auch das Wetter mitgespielt.

Kinder schufen Bilder und Mosaike mit Fabelwesen

Jeden Tag seien 15 Kinder dabei gewesen, die wie die erwachsenen Künstler in den Kreativzelten oder im Gelände rund um die Fachwerkgebäude eine gute Zeit verlebten. Der künstlerische Nachwuchs fertigte unter Anleitung von Lorina May, Dozentin des „casa b“, Bilder, Collagen und Mosaike und arbeiteten Fundstücke aus der Umgebung ein. Auch zeichneten sie Gebäude und Landschaften und garnierten sie mit Fabelwesen und Kobolden.

Die Maler und Zeichner bannten emotionale, expressive und realistische Porträts, Landschaften und Architekturszenen auf ihre Leinwände oder Zeichenpapiere. Die bildenden Künstler schufen ästhetische, skurrile und witzige Objekte aus Alabaster, Speckstein und Styropor, Beton oder Fundholz. „Die Woche war super, die Stimmung entspannt. Es hat allen Spaß gemacht und inspirierte zum Nachmachen“, resümierte „casa b“-Dozentin Andrea Ledwolorz.

Mit von der Partie waren erstmals drei Künstlerinnen aus Iserlohns ungarischer Partnerstadt Nyíregyháza. Erika Némethi, Marta Gabulya und Agnes Emdresz lobten die inspirierende Atmosphäre und den Austausch mit kreativen Kolleginnen und Kollegen aus Iserlohn und Umgebung sowie den Kunstgästen aus Polen. Aus der polnischen Partnerstadt Chorzów waren der Maler Marian Knobloch, der Musiker Tomasz Ignalski und die Fotografin Sabina Kalmus dabei. Im Rahmen der Partnerschaft mit dem polnischen Kunstverein AKME gibt es im Gegenzug im September eine Ausstellung von Mitgliedern der Iserlohner Künstlervereinigung in Chorzów. In den Reihen des Kunstvereins arbeiteten auch der Iraker Ihsan Aziz und der Syrer Tammamam Jaramani. Kunstmarkt-Besucherin Kristin Neuhaus stellte ihnen Ausstellungen im Romantikhotel Neuhaus in Lössel in Aussicht.

Apropos Ausstellung. 50 Mitglieder des Kunstvereins präsentieren am 1. September ihre besten Werke in der Sparkasse am Schillerplatz unter dem Titel „Kostbarkeiten“.

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