Europawahl

„Wir stehen vor einer Schicksalswahl“

Europa-Politiker Dr. Peter Liese (re.) diskutiert bei Kirchhoff Automotive mit Kai Beutler vom Wirtschaftsrat der CDU, Sektion Märkischer Kreis.

Europa-Politiker Dr. Peter Liese (re.) diskutiert bei Kirchhoff Automotive mit Kai Beutler vom Wirtschaftsrat der CDU, Sektion Märkischer Kreis.

Foto: Michael May

Iserlohn.   Europapolitiker Dr. Peter Liese warb im Gespräch mit heimischen Unternehmern für gemeinsame europäische Anstrengungen.

Dass es der Iserlohner Unternehmerfamilie Kirchhoff ein großes Anlegen ist, möglichst viele Menschen für die Europawahl zu begeistern, lässt sich nicht nur an der Beflaggung vor dem Unternehmenssitz an der Baar-/Stefanstraße ablesen. Das bekundeten auch Seniorchef Jochen F. Kirchhoff und sein Sohn Johannes bei der Diskussion mit Europapolitiker Dr. Peter Liese (CDU) im Informationszentrum von Kirchhoff Automotive in Sümmern.

„Vor Wahlen lassen wir normalerweise Politiker nicht in unsere Betriebe. Aber wenn es um Europa geht, sehen wir es als unsere Verpflichtung an, möglichst viele Menschen zur Wahl zu bewegen“, betonte Dr. Johannes Kirchhoff. Deshalb diskutierte Dr. Peter Liese jetzt auf Einladung der Kirchhoffs mit knapp 30 Vertretern mittelständischer Unternehmen und des NRW-Wirtschaftsrates der CDU über die Herausforderungen und die Zukunft der Europäischen Union. „Es gibt viele Gründe, zur Wahl zu gehen. Europa hat uns Frieden gebracht“, nannte Liese einen ganz besonderen. Und ganz aktuell verwies er auf die Abschaffung von Roaming-Gebühren für Auslandstelefonate.

„Wir stehen vor einer Schicksalswahl“, betonte Liese mit Blick auf Bedrohungen aus den EU-Mitgliedsländern. „Wir müssen aufpassen, dass der Brexit nicht der Anfang vom Ende der EU ist. Wir sind froh, dass es gelungen ist, den harten Brexit zu verhindern. Wir brauchen Partner, die die Probleme lösen.“ Mit Blick auf die antieuropäischen Strömungen in einigen EU-Ländern und bei anderen Parteien unterstrich er: „Es ist wichtig, dass Europa zusammenhält.“ Das gelte auch bei der Klima- und der Sicherheitspolitik. Und bei der Forschung wünscht sich der Allgemeinmediziner Dr. Peter Liese, „dass Europa der erste Kontinent ist, der den Krebs besiegt“.

Auch um die Digitalisierung voranzubringen und Bürokratie abzubauen, will er mit Unternehmern ins Gespräch kommen. Für seinen Besuch bei der Firma Dornbracht nächste Woche gebe es schon viele Anmeldungen von Galvanikunternehmen und Automobil-Zulieferern, weil es da auch um die Zulassungspflicht für Chrom VI gehe.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben