Klima

„Wir werden gehört“ – Schüler sind wieder auf der Straße

Zur ersten „Fridays for Future“-Demonstration versammelten sich rund 600 Schülerinnen und Schüler zur Kundgebung auf dem Schillerplatz.

Zur ersten „Fridays for Future“-Demonstration versammelten sich rund 600 Schülerinnen und Schüler zur Kundgebung auf dem Schillerplatz.

Foto: Caroline Meffert

Iserlohn.   „Fridays for Future“-Organisatoren aus Iserlohn rufen zur zweiten Demonstration am Tag des Globalen Klimastreiks auf

Rund zwei Monate sind vergangen, als über 600 Schülerinnen und Schüler am 15. März zur ersten „Fridays for Future“-Demonstration in Iserlohn aufschlugen. Dass die Klimaschutz-Demonstration ein Erfolg war, lässt sich nicht nur an der hohen Teilnehmerzahl messen, sondern auch an dem, was sie in Bewegung gesetzt hat. „Wir haben jetzt bessere Kontakte zur Kommunalpolitik und sind zum Umweltausschuss eingeladen, um dort unsere Forderungen zu stellen. Wir werden gehört und es zeigt, wie viel Kraft diese Bewegung besitzt“, sagt Luca Ströhmann, Initiator der Demonstration in Iserlohn.

Doch „Fridays for Future“ ist schon lange keine Schülerbewegung mehr. Es haben sich bereits viele Splittergruppen wie „Parents for Future“ oder „Teachers for Future“ gegründet. Die von Greta Thunberg initiierte Bewegung ist somit die größte Klimabewegung weltweit, die durch alle Gesellschaftsschichten geht.

Längerer Marschweg als beim letzten Mal geplant

Dennoch soll die Demonstration in Iserlohn kein One-Hit-Wonder bleiben, die zweite „Fridays for Future“-Demonstration ist bereits für den 24. Mai angesetzt. „Dass wir den Freitag vor der Europawahl für die zweite Demonstration ausgewählt haben, ist kein Zufall“, erklärt Luca Ströhmann. Denn die Klimathematik ist gerade auch für die Europawahl ein wichtiges Thema, es müsse europäisch und international gehandelt werden. Aus diesem Grund wurde der 24. Mai zum „Globalen Klimastreik zur Europawahl“ erkoren, gestreikt wird an mehr als 250 Orten in ganz Deutschland. In Iserlohn soll die zweite Auflage größer werden als die erste. „Wir werden eine längere Route laufen und wir hoffen, dass sich noch mehr Menschen unserer Sache anschließen werden“, erklärt Luca Ströhmann. Treffpunkt ist um 9 Uhr am Fritz-Kühn-Platz. Von dort aus zieht der Zug durch die Altstadt, über den Bahnhof, Poth, durch das Westertor bis zum Alten Rathausplatz. Dort wird es ein „Open Mic“ geben, wo jeder zum Mikrofon greifen und seine Meinung kundgeben kann. Danach geht es weiter über die Unnaer Straße und dem Theodor-Heuss-Ring, der für die Autofahrer gesperrt sein wird. An der Isenburg geht es dann zurück in die Innenstadt auf die Wermingser Straße bis zum Schillerplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

Vor dem Rathaus gibt es dann auch für die Politiker die Gelegenheit, das Wort zu ergreifen. Waren die Demonstranten bei der Auftakt-Demonstration am 15. März spontan vor das Rathaus gezogen, gehen sie dieses Mal organisierter vor. Da sie beim letzten Mal keinerlei Reaktionen aus dem Rathaus erhielten, hoffen die Organisatoren nun, dass sich die Politiker nun äußern werden. „Wir haben uns im Vorfeld mit den Fraktionen in Verbindung gesetzt und haben die Politiker persönlich und per Email eingeladen.“

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