„Wir wollen Ästhetik und Ökologie verbinden“

Auf dem Fritz-Kühn Platz stellten Patricia White und Ulrike Badziura (re.), Hinweisschilder zu Blühflächen.

Auf dem Fritz-Kühn Platz stellten Patricia White und Ulrike Badziura (re.), Hinweisschilder zu Blühflächen.

Foto: Michael May

Iserlohn.  Was in öffentlichen Grünanlagen auf den ersten Blick ungepflegt wirkt, entpuppt sich als offizielle Blühfläche für Bienen, Hummeln & Co.

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„Am Anfang sehen sie ungepflegt aus, aber in einigen Wochen entfalten diese Beete ihre volle Wirkung, wenn der kalifornische Mohn, die Kosmeen und die Kornblumen in verschiedenen Farben blühen“, erläutert Patricia White von der Abteilung Umwelt- und Klimaschutz der Stadt in den Grünanlagen auf dem Fritz-Kühn-Platz. „Das werden richtige Hingucker an der Stadtmauer. Wir wollen Ästhetik und Ökologie miteinander verbinden und darauf hinweisen, dass es sich keineswegs um usselige Flächen handelt.“

Die Akzeptanz für Blühflächen im öffentlichen Raum unterstützen

Gemeinsam mit der städtischen Klimaschutzbeauftragten Ulrike Badziura stellte Patricia White auf dem Platz neue Hinweistafeln vor, die in den nächsten Tagen von Mitarbeitern des Märkischen Stadtbetriebes angebracht werden: „Um die Akzeptanz für Blühflächen im öffentlichen Raum zu unterstützen, wurden ansprechende Hinweistafeln erstellt. Diese weisen bei anfangs leeren oder nur grünen Beeten darauf hin, dass es an diesen Stellen bald üppig für Bienen und Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten blüht.“ Und auch andere Tiere scheinen sich hier wohlzufühlen, wie man an dem Gekreische der Falken und ihrer Jungen hört, die in der benachbarten Linde an der Stadtmauer heimisch geworden sind.

An der Bauernkirche haben Mitarbeiter des Märkischen Stadtbetriebs Iserlohn/Hemer ein Beet mit Topfpflanzen angelegt. An anderen Standorten wurden Wildblumen ausgesät, wachsen Schafgarbe, Kardendisteln und Hornklee. An der Untergrüner Straße/Igelstraße, der Schlesischen Straße und der Westfalenstraße wurden weitere Blühflächen von den SIH-Mitarbeitern angelegt. „Das Projekt Blühflächen fördert die Biodiversität der Stadt“, wirbt Ulrike Badziura für Nachahmer auch im privaten Bereich. Die neuen Öko-Hinweise sollen zudem bei weiteren Aktionen im Rahmen der Mitgliedschaft im Verein „Kommunen für biologische Vielfalt“ eingesetzt werden, damit die Menschen gar nicht auf die Idee kommen, dass auf bestimmten Flächen hier die Pflege vergessen wurde, auch wenn in einigen Bereichen Totholz liegen gelassen wird.

„Mit unserer Aktion wollen wir Multiplikatorwirkung erzielen“, erklärt Patricia White. „Man muss die Leute behutsam mitnehmen und ihnen aufzeigen: Öko kann schön sein.“ Hinweise zu Blüh- und Schmuckmischungen mit ökologischer Funktion erteilt Patricia White bei der Stadt unter 02371/217-2946.

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