Entbindung im Bethanien

Wunsch nach viertem Kind brachte Drillinge

Familiennachwuchs: Die stellvertretende Stationsleiterin Alexandra Mehs (v.li.) mit Marie, Noak, Mutter Katharina mit Sina, Vater Willi mit Hanna sowie Naemi und Leonie. Dahinter Chefarzt Dr. Ulrich Bildheim und die leitende Hebamme Eva-Maria Jürgensmeier.

Foto: Stefan Drees

Familiennachwuchs: Die stellvertretende Stationsleiterin Alexandra Mehs (v.li.) mit Marie, Noak, Mutter Katharina mit Sina, Vater Willi mit Hanna sowie Naemi und Leonie. Dahinter Chefarzt Dr. Ulrich Bildheim und die leitende Hebamme Eva-Maria Jürgensmeier. Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Sina, Hanna und Marie können künftig gemeinsam Geburtstag feiern. Und sie haben noch drei ältere Geschwister.

Wenn ein Paar drei Kinder hat, ist für gewöhnlich davon auszugehen, dass die Familienplanung damit abgeschlossen ist. Anders ist das bei Katharina und Willi Maier aus Kierspe. Die haben sich nach Leonie (fünf Jahre) und den Zwillingen Noak und Naemi (drei Jahre) noch ein viertes Kind gewünscht. Dieser Kinderwunsch ist nun auch in Erfüllung gegangen, man kann sogar von „Übererfüllung“ sprechen. Denn Katharina Maier hat am 29. Juli im Ev. Krankenhaus Bethanien Drillinge zur Welt gebracht. Drei Mädchen, Sina (2180 Gramm), Hanna (1850) sowie Marie (1800).

Drillinge – das ist auch in der Geburtshilfe des Bethanien kein Alltagsgeschäft, letztmals kamen dort im Oktober 2007 Drillinge zur Welt. Katharina Maier hatte sich auf Em­pfehlung ihrer Schwester für das Iserlohner Krankenhaus entschieden. Am 29. Juli zwischen 11.23 und 11.25 Uhr kamen Sina, Hanna und Marie per Kaiserschnitt zur Welt – zu Beginn der 34. Schwangerschaftswoche. Der Chefarzt der Kinderklinik, Dr. Ulrich Bildheim, sagt, dass alle drei Mädchen „topfit“ seien. Das Geburtsgewicht der drei „Damen“ sei für eine Drillingsgeburt sehr ordentlich gewesen. Vorerst bleibt Katharina Maier mit ihren Kindern noch im Bethanien.

Wenn Sina, Hanna und Marie nicht auf den Armen der Mutter, des Vaters oder einer Krankenschwester sind, verbringen sie die Zeit gemeinsam und gemütlich in einem Wärmebett auf der Frühgeborenenstation. Die leitende Hebamme Eva-Maria Jürgensmeier spricht von einer gut verlaufenen Schwangerschaft. Wenn auch der Drilling mit dem geringsten Körpergewicht einmal 2300 Gramm auf die Kinderwaage bringt, kann die Heimreise nach Kierspe angetreten werden.

Sechs Kinder haben die Maiers aus Kierspe nun. Als es erste Hinweise auf eine Mehrfachschwangerschaft gab, war Katharina Maiers erster Gedanke: „Oh, bitte nicht schon wieder Zwillinge!“. Und als dann die Sache mit den Drillingen Formen angenommen habe, sei sie schon ein wenig geschockt gewesen. Aber nur für kurze Zeit, dann wuchs bei Katharina und Willi Maier (beide 30) doch die Freude. Die siebensitzige Familienkutsche hat Willi Maier schon verkauft, künftig soll ein achtsitziger VW-Bus das Ehepaar und die sechs Kinder mobil halten.

Die Wohnsituation dürfte sich ebenfalls nicht allzu problematisch gestalten. Die Familie hat ein größeres Haus in Kierspe gekauft, in dem auch die Eltern und Großeltern der Mutter leben. Da wird man sich irgendwie arrangieren können. „Die älteren Kinder gehen heute schon häufiger und gerne rauf zu ihren Großeltern“, berichtet Katharina Maier. Unterstützung gibt es in der Familie, aber auch durch die örtliche Gemeinde, der Baptistischen Brüdergemeinschaft Rönsahl. „Da kommt sehr viel Rückhalt und Hilfe“, sagt die Mutter.

Die Muttermilch wirdnicht mehr lange reichen

Noch reicht die Muttermilch, um Sina, Hanna und Marie zu ernähren. Schon bald aber muss zugefüttert werden. Die Drillinge machten während unseres Besuches einen sehr zufriedenen Eindruck, keiner hat geschrien. Und auch die älteren Kinder Leonie, Noak und Naemi scheinen sich über den Familienzuwachs zu freuen, beobachten die kleinen Babys mit einem Lächeln. Eifersucht ist nicht erkennbar. Es sind ganz besondere Tage, die die Familie Maier derzeit erlebt.

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