Preisverleihung

„ZeitGeschenk“ freut sich über Charlie Award

Johanna Schwarte (3. v. re.) freute sich gemeinsam mit den anderen Preisträgern und Nominierten über die Auszeichnung für „ZeitGeschenk“.

Johanna Schwarte (3. v. re.) freute sich gemeinsam mit den anderen Preisträgern und Nominierten über die Auszeichnung für „ZeitGeschenk“.

Foto: Michael May

Iserlohn.   In der Kategorie „National“ geht der Preis an „terres des hommes“, „Coding Kids“ gewinnt „Digital“

Johanna Schwarte hatte sichtlich mit ihren Emotionen zu kämpfen, zu überwältigt war sie von der kurz zuvor verkündeten Entscheidung. Davon, dass sie, stellvertretend für den mobilen Kinder- und Familien-Hospiz-Dienst „ZeitGeschenk“, den diesjährigen Charlie Award in der Kategorie „Lokal“ entgegennehmen durfte. „Ich bin total gerührt“, ließ sie das Publikum im Vortragszelt an ihrer Gefühlslage teilhaben. Sie dankte vor allem den vielen ehrenamtlichen Helfern, ohne die es nicht möglich sei, die Kinder und Familien auf ihrem schweren Weg zu begleiten. Im mobilen Kinder- und Familienhospiz erhalten Sterbende und Trauernde, unabhängig von Alter, Weltanschauung, Religion und Nationalität eine einfühlsame und verbindliche Sterbe- und Trauerbegleitung auf dem persönlichen Lebensweg.

Alle Initiativen sind echte Gewinner

Neben den Abstimmungen auf IKZ-Online sowie in der Campus-Symposium-App floss auch das Urteil der studentischen Jury mit in die Entscheidung ein. Am Ende setzte sich „ZeitGeschenk“ gegen die „Werkstatt im Hinterhof“ und die „Lebenshilfe Mark-Ruhr“ durch – „aber alle Projekte sind bemerkenswert und verdienen Anerkennung. Deswegen sind heute alle Gewinner“, brachte es Moderator Sebastian Dinklage auf den Punkt.

„Es bedeutet für uns wirklich alles. Es ist die perfekte Öffentlichkeitsarbeit für uns, um den mobilen Hospizdienst noch bekannter zu machen“, sagte Johanna Schwarte nach der Preisverleihung. Wirklich gerechnet habe sie nicht mit dem Preis, dementsprechend sei sie nun umso glücklicher.

Freuen durften sich zuvor auch die beiden Gründerinnen von „Coding Kids“. Laudatorin Tijen Onaran, selbst Gründerin von „Global Digital Woman“, überreichte Anja Horn und Sandra Rexhausen den Charlie Award in der Kategorie „Digital“. Laut Onaran seien die beiden Vorbilder der Digitalisierung, die es geschafft hätten, zwei Generationen, also sowohl die Schüler als auch die Eltern und Lehrer, beim Thema Digitalisierung miteinander zu vereinen. „Genau solche Frauen braucht es in Deutschland“, sagte die Laudatorin. „Coding Kids“ versteht sich selbst als Leitmedium für die digitale Bildung. Es ermöglicht Kindern, sich spielerisch, aktiv und selbstbestimmt mit neuer Technologie auseinanderzusetzen. Als Kompetenz-Plattform für Erwachsene begleiten „Coding Kids“ aber auch Trends und Debatten in der digitalen Bildung und unterstützen Eltern und Pädagogen praktisch und konstruktiv.

Kinder vor der Ausbeutung bewahren

In der Kategorie „National“ ging der Preis an das Kinderhilfswerk „terre des hommes“. „Mutig, begeisternd, beständig – terres des hommes geht als echtes Vorbild voran“, sagte Claudia Aßmann, Chefredakteurin von Radio Hagen und gleichzeitig Regionalbotschafterin von „terres des hommes“, in ihrer Laudatio. In 36 Ländern setzt sich das Hilfswerk dafür ein, Kindern einen Zugang zur Bildung zu ermöglichen und sie so vor Ausbeutung zu bewahren. Alfred Recknagel, Sprecher des Vorstands von „terres des hommes“ und ehemaliger Schüler des Märkischen Gymnasiums in Iserlohn, freute sich tierisch über die Auszeichnung und warf gleich einen Blick nach vorne: „Die Umweltzerstörung und -verschmutzung beschäftigt uns schon jetzt. Nun müssen wir schauen, was sie für die zukünftigen Generationen bedeuten.

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