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Zukunft von „Haus Seilersee“ unklar

Die Zukunft von „Haus Seilersee“ ist unklar.

Foto: Andreas Drees

Die Zukunft von „Haus Seilersee“ ist unklar. Foto: Andreas Drees

Iserlohn.  Für die traditionsreiche Immobilie wird aktuell ein neuer Mieter gesucht.

Das traditionsreiche „Haus Seilersee“ ist seit Ende Oktober verwaist. Das mongolische Restaurant, bisher Mieter, hat ohne größere Vorankündigung die Segel gestrichen. Ein Zettel an der Eingangstür macht darauf aufmerksam, weiter heißt es dort, dass ein neuer Mieter gesucht werde.

Auch der Planungsausschuss beschäftigte sich zuletzt mit dem Thema. Der empfahl einstimmig dem Rat, den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 423 „Haus Seilersee“ zu fassen, zugleich soll ein älteres Bebauungsplanverfahren für den Bereich nicht mehr fortgeführt werden.

Gesamtkonzept soll perspektivisch kommen

Das Grundstück, auf dem das Haus Seilersee steht, befindet sich im Eigentum der Stadt Iserlohn. Eigentümer des Gebäudes ist auf Basis eines Erbbaurechtes ein im Ausland ansässiger Investor. Mit dem Bebauungsplan soll erreicht werden, eine geordnete städtebauliche Entwicklung für das Gebiet zu gewährleisten. Fehlentwicklungen – auch kurzfristigen – solle durch den Bebauungsplan begegnet werden, um so die Erholungsfunktion im Bereich Seilersee zu sichern.

Mittelfristig, so steht es in der Drucksache, sei die Erarbeitung eines Gesamtkonzeptes für das Naherholungsgebiet Seilersee vorgesehen. Eva Kirchhoff (CDU) begrüßte das geplante Vorgehen der Verwaltung. Schließlich gehe es um ein Filetstück innerhalb des Naherholungsgebietes Seilersee. Da sei es wichtig, Einfluss auf den Gang der Dinge nehmen zu können.

Ebenfalls einstimmig passierte den Planungsausschuss der Satzungsbeschluss für eine Änderung des Bebauungsplans Burggräfte in Sümmern.

Mit der Änderung sollen die dortigen Grundstückseigentümer mehr Möglichkeiten zum Anlegen von Stellplätzen und Carports bekommen. Erste planungsrechtliche Schritte wurden auch für das IGW-Projekt an der Refflingser Straße in Kalthof (wir berichteten) auf den Weg gebracht.

Stadt sieht Aldi-Erweiterung in Sümmern skeptisch

Thema im Planungsausschuss war auch eine SPD-Anfrage zu einer möglichen Erweiterung des Aldi-Marktes in Sümmern. Die Verwaltung bewertet eine Aldi-Erweiterung in einer Informationsdrucksache sehr skeptisch. Bei einer Erweiterung von Aldi um 400 Quadratmeter, so die Mutmaßung, würde der benachbarte Edeka-Markt rasch vergleichbare Begehrlichkeiten anmelden.

Im Fazit heißt es, dass eine solche Verkaufsflächenerweiterung des Nahversorgungszentrums an der Dahlbreite die Zentrumsstruktur im Iserlohner Norden und damit die Nahversorgung aus dem Gleichgewicht bringen und andere Standorte in Hennen und Kalthof nachhaltig schwächen würde. Auch für die Nachbarstadt Menden könnten sich negative Auswirkungen ergeben.

Einstimmig wurde im Planungsausschuss dem Beschlussvorschlag gefolgt, im Ortsteil Iserlohner Heide ein Konzept für eine Grünanlage mit Erholungscharakter zwischen Gutenbergstraße und Wolfskoben (Siepen) zu erarbeiten. Basis war ein Antrag der SPD.

Angela Plötz (CDU) erinnerte daran, dass die seinerzeitige Baumfällung in dem Bereich hohe Wellen in der Bevölkerung geschlagen habe. Daher stehe auch die CDU hinter einem Konzept für eine Grünfläche.

Gebilligt wurde vom Planungsausschuss weiterhin, ein abschließendes Gesamtkonzept zur Sicherung der Iserlohner Friedhöfe zu erstellen. Im Vorgriff auf das Gesamtkonzept wird die Schließung von drei Nebeneingängen am Hauptfriedhof (Blumen Scholz, Zum Hellweg und Im Boden) befürwortet.

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