Stadtleben

Zwei „M“ stehen für Museum und Mühlentor

Gerd Schäfer (li.) und Olaf Neumann halten die M-Modelle in der Hand. Gemeinsam mit den Beteiligten von IGW, Klein und Neumann sowie Gartenbau Leci freuen sie sich, dass es losgeht mit der Gestaltung der Kreisel.

Gerd Schäfer (li.) und Olaf Neumann halten die M-Modelle in der Hand. Gemeinsam mit den Beteiligten von IGW, Klein und Neumann sowie Gartenbau Leci freuen sie sich, dass es losgeht mit der Gestaltung der Kreisel.

Foto: Stefan Janke

Iserlohn.   Zwei große M aus Baustahl werden die Kreisverkehre in der südlichen Innenstadt schmücken. Sie stehen für Museum und Mühlentor.

Was lange währt, wird endlich gut – noch Ende März könnten die beiden Kreisverkehre in der südlichen Innenstadt ihr endgültige Gesicht erhalten. Obwohl: Damit es nicht für immer gleich bleibt, sondern „lebt“ und sich verändert, haben sich Ideengeber, Macher und Finanziers etwas einfallen lassen.

Zwei große „M“ aus Baustahl werden in Zukunft als symbolträchtige Blickfänger inmitten der Kreisel stehen und langsam aber sicher verwittern und von Pflanzen in Besitz genommen.

So jedenfalls haben es sich Stefan Klein und Olaf Neumann von den gleichnamigen Iserlohner Medien- und Design-Agentur vorgestellt, nachdem der gerade in den Ruhestand gegangenen Museumsleiter Gerd Schäfer ihnen die Idee vorgestellt hatte.

Das war bereits im Frühjahr 2016, als die Kreisverkehre schon befahrbar waren, Schäfer aus dem Fenster des benachbarten Stadtmuseums am Fritz-Kühn-Platz blickte und vor seinem geistigen Auge ein „M“ für Museum mitten im Kreisverkehr sah. Und ein „M“ für Mühlentor weiter oben an der Schlacht. „Es wäre doch schön, hier ein Stück Stadtgeschichte in die Straßengestaltung einzubinden“, war sein damaliger Gedanke, der gleich Unterstützung bei Olaf Pestl fand. Er ist Chef der Iserlohner Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft (IGW), die die Patenschaft für die Pflege der Kreisel übernommen hat. „Wir wollten an dieser Stelle auf jeden Fall etwas anderes als die klassische Bepflanzung“, erklärte Olaf Pestl am Mittwoch, als die Arbeiten am ersten Kreisverkehr begonnen haben. Den Zuschlag für die bauliche Umsetzung erhielt die Hemeraner Gartenbau-Firma von Refik Leci, der jüngst schon die Neugestaltung des Fritz-Kühn-Platz realisiert hat.

Exponat der Geschichte, massiv und monumental

Für Stefan Klein und Olaf Neumann stellte die Aufgabenstellung eine schöne Herausforderung dar, wie sie beim Ortstermin sagten. „Die außergewöhnliche Situation, dass gleich zwei Kreisverkehrsanlagen in der Mitte der Innenstadt und mit direkter Sichtverbindung, realisiert und in einer Neugestaltung eines ganzen Straßenzuges integriert werden können, haben wir als besondere Chance empfunden“, sagt Neumann. Wesentliches Element des Entwurfes ist eine Buchstaben-Architektur in Form dieser beiden „M“ – einmal herausgeschnitten aus einem Rahmen, wie ein Tor wirkend (Am Mühlentor) und das andere am unteren Kreisverkehr „wie ein Exponat Iserlohner Stadtgeschichte, massiv und monumental“.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben