Schleddenhof

Zwei Millionen Liter umgepumpt

Sobald das Wasser eine ausreichende Höhe hatte, starteten auch schon einige Wasserballer etwas früher in die Freibad-Saison im Schleddenhof.

Sobald das Wasser eine ausreichende Höhe hatte, starteten auch schon einige Wasserballer etwas früher in die Freibad-Saison im Schleddenhof.

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn.  Schleddenhof, Seilerseebad, Feuerwehr und THW profitieren von der Umpump-Aktion, die am Sonntag im zwölften Jahr stattfand.

Eine Dusche mit einem Durchfluss von bis zu 15.000 Liter pro Minute? Emir (9) und Rayan (8) nutzten am Sonntag die Gunst der Stunde bei der Umpump-Aktion vom Seilerseebad in den Schleddenhof. Im richtigen Moment, als schon genug Wasser im großen Freibad-Becken war, so dass sie bei den doch recht kühlen Außentemperaturen gut drin sitzen konnten, genossen die beiden Jungen den Badespaß, den es so nur einmal im Jahr gibt.

Und dann natürlich auch nur für einige Minuten, denn das Wasser strömte natürlich unablässig aus den beiden Einläufen am Ende der Schläuche des Technischen Hilfswerkes. „Wir haben heute die etwas kleineren mit einem Durchmesser von 150 Millimetern genommen“, erklärte Kevin Romahn, Gruppenführer der THW-Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen. Denn die ehrenamtlichen Katastrophenschützer aus dem Kalthofer Feld hatten erstmals ihre Jugendabteilung aktiv miteingebunden in die Aktion: „Spielerisch helfen lernen“ lautete das Motto. „Wenn die bei so etwas beim Aufbau mitmachen können, bekommen die glänzende Augen“, berichtete Romahn.

THW-Nachwuchs packte erstmals kräftig mit an

Damit die Arbeit aber auch zu schaffen war, wurden eben nicht die ganz großen Schläuche mit einem Durchmesser von 20 Zentimetern und einer Länge von bis zu 25 Metern („Die wiegen nämlich 150 Kilogramm pro Schlauch.“), sondern eben die nur fünf oder zehn Meter langen Elemente genommen, die die zwölf Nachwuchskräfte gemeinsam tragen konnten. Knapp 100 Meter Strecke galt es zusammen mit den 16 erwachsenen Einsatzkräften von der großen DIA-Pumpe auf der anderen Gebäudeseite des Seilerseebades bis ins Freibad-Becken zu überwinden. Nicht ganz so viel Schlauch mussten die Löschgruppen Lössel und Kesbern verlegen, die den kürzeren Weg zwischen Bad und Becken wählen konnten. „Wir kümmern uns um das Wasser, das sich unterhalb des Hubbodens des Seilerseebades sammelt und das von der großen THW-Pumpe nicht aufgenommen werden kann“, erläuterte Löschgruppenführer Denis Menz. Mit drei Pumpen wurden so auch immerhin 3200 Liter pro Minute hinüber in den Schleddenhof geschafft, wo sie zudem noch eindrucksvoll in Fontänen den Weg ins Becken fanden. Zudem war auch noch die Jugendfeuerwehr mit 18 Jugendlichen und vier Betreuern vor Ort und sorgte unter anderem für weitere Unterhaltung für kleine Besucher.

„Das Umpumpen spart uns einen Tag, den wir gut für die Grundreinigung und die Trockenwartung nutzen können“, freute sich Martin Luig, Geschäftsführer der Bädergesellschaft, über die Unterstützung von THW und Feuerwehr im mittlerweile zwölften Jahr. Dazu komme der Umweltschutz: Denn die 2000 Kubikmeter (oder zwei Millionen Liter) sind zum Ablassen in die Kanalisation natürlich viel zu schade. „Das Wasser ist einwandfrei. Da haben ja bis Samstagabend noch unsere Gäste drin geschwommen.“ Beprobt werden muss es aber trotzdem nochmal, weswegen erst am Freitag, 10. Mai, um 6 Uhr die Freibad-Saison startet. Durch die Verwendung des Wassers aus dem Seilerseebad spart sich der ISSV das notwendige Aufheizen des ansonsten verwendeten eigenen Brunnenwassers von 12 auf 24 Grad Celsius. Der Verein sorgte am Sonntag für die Verpflegung der Helfer sowie der Mitglieder und Gäste, von denen einige schon mal die Wasserqualität testeten so wie Emir und Rayan.

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