Infrastruktur

Zweifach-Halle kommt, Schwimmbecken bleibt

Als Ersatz für die vorhandene Sporthalle soll auf dem Areal der ehemaligen Hauptschule Hennen eine Zweifach-Sporthalle errichtet werden.

Als Ersatz für die vorhandene Sporthalle soll auf dem Areal der ehemaligen Hauptschule Hennen eine Zweifach-Sporthalle errichtet werden.

Foto: Bild: Michael May

Hennen.  Im Sportausschuss stellte jetzt die Politik mit einem einstimmigen Beschluss die Weichen.

Die beiden entscheidenden Nachrichten vorweg: Als Ersatz für die vorhandene Sporthalle soll auf dem Areal der ehemaligen Hauptschule Hennen eine Zweifach-Sporthalle errichtet werden. Das Lehrschwimmbecken soll im Rahmen der städtischen Bauunterhaltung „betriebsbereit“ gehalten werden. Auf diese Variante einigten sich die Vertreter der Fraktionen in der Sitzung des Sportausschusses einstimmig – und setzten so ein deutliches Signal, in welche Richtung die Entwicklung gehen soll.

Nächste politische Instanz ist nun am 18. September der Planungsausschuss. Die FDP hatte das Thema auf die Tagesordnung setzen lassen. Bereits vor der Sitzung hatten sich die Fraktionsvorsitzenden, Verwaltung und auch die Hennener Vereine auf die genannte unter mehreren diskutierten Varianten geeinigt, wie es in der Sitzung hieß.

Und so mag es erstaunen, dass es offensichtlich doch noch Diskussionsbedarf gab. Stefan Woelk (CDU) sprach sich dafür aus, die neue Halle möge doch möglichst dem Hennener Karneval und auch dem Neujahrsempfang Platz bieten. Michael Hufnagel sprach sich für einen Boden aus, der durch das Betreten mit Straßenschuhen keinen Schaden nimmt. Bei den Maßen solle man doch möglichst auch eine Nutzungsmöglichkeit durch Sportarten wie Handball berücksichtigen.

Der Beigeordnete Martin Stolte schien einigermaßen verwundert und stellte klar: „Wir werden sicher versuchen, in Nebenräumen oder im Außenbereich etwas zu ermöglichen. Es wird aber keine Veranstaltungsstätte gebaut, sondern eine Sporthalle.“ So sei es besprochen.

Bezüglich des Bodens erklärte er: „Volleyball wird die prägende Sportart sein.“ Darum werde es auch einen entsprechenden Boden geben. Ein Mehrzweckboden sei ungeeignet. Auch die Maße – 40 mal 20 Meter plus Auslauffläche, Deckenhöhe sieben Meter, seien vor allem auf Volleyball zugeschnitten. Laut Beschlussvorlage soll aber auch „Breiten- und Gesundheitssport“ möglich sein. Vier Umkleideräume sind vorgesehen, die Zahl der Zuschauerplätze muss noch definiert werden. Die vorläufige Kostenschätzung für die Zweifachhalle beläuft sich auf 4,257 Millionen Euro.

„Dann müssten wir neu rechnen“

Die immense Summe dürfte auch der Grund sein, warum beim abschließenden Beschluss beim Lehrschwimmbecken von einem Neubau (4,4 Millionen Euro) und einer Sanierung (3,7 Millionen) Abstand genommen wurde. „Flickschusterei“ sei die Instandhaltung – von Kosten zwischen 20.000 und 200.000 Euro im Jahr war die Rede – dennoch nicht, erklärte Stolte. „Die Schwimmer werden den Unterschied nicht merken.“ Zunächst solle nun der Belag des Hubbodens erneuert werden. Problematisch könne es aber werden, so Stolte, wenn mehrere Dinge auf einmal defekt wären. „Dann müssten wir neu rechnen.“

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