Brauchtum

Bedburg-Hau möchte die Zahl der Osterfeuer verringern

Die Zahl der Osterfeuer in Bedburg-Hau – unser Archivbild zeigt Flammen in Hasselt – soll verringert werden.

Die Zahl der Osterfeuer in Bedburg-Hau – unser Archivbild zeigt Flammen in Hasselt – soll verringert werden.

Foto: Johannes Kruck

Bedburg-Hau.  Eine ordnungsbehördliche Verordnung für Brauchtumsfeuer im Gemeindegebiet steht zur Diskussion. Die Fraktionen wollen sich nun beraten.

252 Osterfeuer wurden in diesem Jahr in Bedburg-Hau angemeldet – ein Höchststand für die Gemeinde. Es braucht nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, dass bei vielen Feuern nicht das Brauchtum gefeiert, sondern schlicht pflanzliche Abfälle verbrannt wurden. Weil zudem aus den Osterfeuern 2019 sechs Feuerwehreinsätze resultierten, „hält die Verwaltung eine Verringerung der Osterfeuer für dringend geboten“.

Zur Diskussion steht nun eine ordnungsbehördliche Verordnung für Brauchtumsfeuer im Gemeindegebiet Bedburg-Hau zum 1. Januar 2020, die sich an eine Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts für das Land NRW anlehnt. Danach kann jede in der Ortsgemeinschaft verankerte Glaubensgemeinschaft, können alle Organisationen und Vereine ein Osterfeuer durchführen. Privathaushalten, Nachbarschaften und Familien wäre dies dagegen verboten.

Thema kommt Ende des Jahres wieder auf die Tagesordnung

Silke Gorißen (CDU) sagte, dass ihre Fraktion „aus verschiedenen Gründen erhebliche Probleme“ mit der Vorlage habe, und meldete Beratungsbedarf an. Auf Vorschlag von Willi van Beek (SPD) werden alle Fraktionen gemeinsam darüber diskutieren. „Wir sollten uns bei diesem Thema Zeit lassen“, meinte auch Bürgermeister Peter Driessen, der die Osterfeuer-Debatte Ende des Jahres wieder auf die Tagesordnung setzen möchte.

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