Alleinerziehende

Caritas im Kreis Kleve bietet Auszeiten für Alleinerziehende

Die Caritas nutzt das Programm für Alleinerziehende: v.l. Norbert Gerding (Freiwilligenzentrum), Marion Claaßen (Projektbetreuung), Helmut van Kempen (Bereichsleiter Jugend und Familie der Caritas) 

Die Caritas nutzt das Programm für Alleinerziehende: v.l. Norbert Gerding (Freiwilligenzentrum), Marion Claaßen (Projektbetreuung), Helmut van Kempen (Bereichsleiter Jugend und Familie der Caritas) 

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kreis Kleve.   Caritas nutzt Kreis-Projekt „Efus – Einelternfamilien fördern und stärken“ mit dem Wegweiser durch Ferienfreizeiten und Entspannungsseminare.

Auch die Caritas nutzt jetzt für ein Jahr das Kreis Klever Projekt „Efus – Einelternfamilien fördern und stärken“. Zwei Schwerpunkte sprechen alleinerziehende Mütter oder Väter an: Seminare, die für Entlastung sorgen sollen. Und die „Auszeit“. Sie bedeutet zum einen den Wegweiser durch die vielen Ferienfreizeitangebote, die auch Alleinerziehende nutzen und bezuschussen lassen können und zum anderen eine dauerhafte stundenweise Unterstützung.

„Ferienlotsin“ für Alleinerziehende ist Marion Claaßen. Einige Alleinerziehende, die sie aus anderen Zusammenhängen bei der Caritas schon kannte, wurden angeschrieben, aber es sollen sich einfach alle im ganzen Kreis Kleve angesprochen fühlen: Welche Erholungsmaßnahmen es für Mutter oder Vater mit Kind gibt, welche nur für die Kinder allein toll wären – auch da erholt sich ja der erwachsene Part.

Wo sind Zuschüsse auszuhandeln

Marion Claaßen sucht den Überblick, was Kirchengemeinden, Sportvereine, Jugendreisen, Wohlfahrtsverbände, Familienferienstätten, Kommunen so anbieten: Was passt zu welchem Kind oder welcher Kind(er)-Elternteil-Gruppe? Sie hilft, Koffer oder Sportkleidung zu beschaffen. Sie ermittelt, welche Fördergeld-Töpfe man bei Land oder Kommune oder Veranstalter abrufen kann oder wo Zuschüsse auszuhandeln sind.

„Wir haben alle Jugendämter angesprochen“, damit sie die Information an die Alleinerziehenden weiter reichen“, sagt Helmut van Kempen, Bereichsleiter Jugend und Familie bei der Caritas. Weil die Caritas das Projekt „Efus“ erst jetzt startet, sind zwar Anmeldungen beispielsweise für Ameland-Fahrten schon gelaufen, aber sie wären dann im nächsten Januar fürs nächste Amelandlager 2020 möglich.

Ebenfalls unter dem Oberbegriff „Auszeit“ will die Caritas den Alleinerziehenden etwas Freiraum organisieren. Gesucht werden Freiwillige, die Ein-Eltern-Familien entlasten und ihnen Zeit für sich schenken möchten. Kontaktpersonen (mit polizeilichem Führungszeugnis) sollen vermittelt werden, die dem Eltern-Teil vielleicht den wöchentlichen Sporttermin, ein Treffen mit Freunden, Teilnahme an einem Kurs ermöglichen.

Beim Freiwilligenzentrum der Caritas ist Norbert Gerding der berufene Ansprechpartner. Er sucht also entsprechend Erwachsene, die zeitweise, aber verlässlich regelmäßig mit Kindern Zeit verbringen beim Spielen, Vorlesen, Kochen, bei einem Ausflug. „Unsere Aufgabe ist es, den Kontakt herzustellen und darauf zu achten, dass es ‘passt’: zeitlich, örtlich, vom Alter der Kinder her, im Kontakt zwischen Familie und dem/der Freiwilligen.“ Die Caritas wird die Betreuungskräfte schulen. Im Sinne der Nachhaltigkeit sollen die Kontakte nach Projektende übers Freiwilligenzentrum weiter geführt werden.

  • Es laufen unverbindliche Info-Veranstaltungen: für Kleve-Bedburg-Hau / Kranenburg wahlweise am Mittwoch, 15. Mai, vormittags um 10.30 Uhr oder 16. Mai abends um 19 Uhr in Kleve, Hoffmannallee 66. Für Goch / Kalkar / Uedem am Dienstag, 4. Juni, um 19 Uhr in Goch, Mühlenstraße 52.
  • Rückfragen zu beiden Angeboten bei:
  • Marion Claaßen, Mobil 0174 1500404, m.claassen@caritas-kleve.de oder Freiwilligen-Zentrum Kleverland, Norbert Gerding, 02821/7209-160 oder 0151 44339825, n.gerding@caritas-kleve.de.

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