Coronavirus

Corona-Tests im Kreis Kleve laufen weiter

Blick auf die Fieberambulanz vor dem St.-Antonius-Hospital in Kleve.

Blick auf die Fieberambulanz vor dem St.-Antonius-Hospital in Kleve.

Foto: Niklas Preuten

Kreis Kleve.  Im Kreis Kleve können Patienten weiterhin auf das Coronavirus getestet werden, im Nachbarkreis Wesel gibt es hingegen Problem mit zwei Zentren.

Im Kreis Kleve können Patienten weiterhin darauf getestet werden, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Voraussetzung ist, dass sie aufgrund ihrer Vorerkrankungen einem erhöhten Komplikationsrisiko ausgesetzt sind. Für alle anderen Patienten – auch mit Symptomen – sieht das Gesundheitsamt zunächst nur zwei Wochen häusliche Quarantäne vor.

Im Fieberzelt am Klever St.-Antonius-Hospital, das für Kleve, Goch, Bedburg-Hau, Kalkar, Uedem, Kranenburg, Kevelaer und Weeze zuständig ist, wurden am Montag 89 Patienten untersucht und 44 davon getestet. Am Dienstag waren 54 Menschen in dem Zelt, von denen 18 getestet wurden. Das bestätigte das Krankenhaus auf Anfrage.

„Für die durch den Kreis Kleve in eigener Zuständigkeit vorzunehmenden Beprobungen sind Abstrichröhrchen in ausreichender Anzahl vorhanden. Nach aktuellem Stand sind auch die Laborkapazitäten für den Kreis Kleve ausreichend, so dass alle eingelieferten Proben auch getestet werden können“, so Elke Sanders, Sprecherin des Kreises Kleve. Aktuell sei auch ein mobiles Fahrzeug für Beprobungen im Einsatz. Der Einsatz von zwei weiteren mobilen Beprobungsfahrzeugen werde derzeit von der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein organisiert, so Sanders.

Es fehlen Reagenzflüssigkeit und Abstrichtupfer

Die drei stationären und mobilen Abstrichzentren des Kreises Wesel nehmen dagegen vorerst keine weiteren Abstriche mehr vor, um sie auf das Coronavirus zu testen. Nur noch schwer kranke, stationär aufgenommene Patienten könnten derzeit in den Krankenhäusern getestet werden, sagt die KV Nordrhein. Für leichtere Fälle gebe es derzeit keine Kapazitäten.

Konkret, sagt Dr. Michael Weyer, Kreisstellenvorsitzender der KV Nordrhein, fehlten NRW-weit Reagenzflüssigkeit und Abstrichtupfer. Die entsprechende Ausstattung sei von Labor zu Labor unterschiedlich. „Für das Tupfer-Problem haben wir im Kreis Wesel eine Lösung gefunden.“ Für das Fehlen der notwendigen Reagenzflüssigkeit gebe es derzeit allerdings keine Lösung.

Im Kreis Wesel habe das Labor, mit dem vor Ort primär zusammengearbeitet wird, bereits Ende vergangener Woche das Erreichen der Machbarkeitsgrenze gemeldet, sagt Weyer. „Am Montagmorgen stand dann fest, dass es grundsätzlich schwierig wird, andere Labore zu finden. Zehn bis elf haben wir angefragt, davon hatten maximal drei noch Kapazitäten.“

Kreis Wesel arbeitet an Lösung

100 Abstriche habe der Kreis Wesel noch zugesagt bekommen. „Bereits am Montagnachmittag mussten Patienten in den Diagnosezentren aber ohne Abstrich nach Hause geschickt werden.“ Nach jetzigem Stand sollen alle Bürger, bei denen ein Abstrich vorgenommen wurde, auch ein Testergebnis erhalten. Der Kreis Wesel arbeite an einer Lösung, um den Betrieb der Zentren möglichst bald wieder aufzunehmen, heißt es. Vorher müsse sichergestellt sein, dass die Abstriche auch ausgewertet werden.

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