NRZ-Bürgerbarometer

Die Klever lieben ihr Fahrrad – und das immer mehr

Das Fahrrad wird in Kleve immer häufiger genutzt.

Das Fahrrad wird in Kleve immer häufiger genutzt.

Foto: Thorsten Lindekamp / Funke Foto Services GmbH

Zahlreiche Menschen nutzen das Rad als Alternative zum Auto. Bernhard und Anne Cathrin Sack sind seit der Corona-Krise in einem „Fahrradrausch“.

Kleve. Bernhard und Anne Cathrin Sack haben das Radfahren für sich entdeckt. Seit der Corona-Krise sind die beiden Klever viel häufiger mit dem Fahrrad unterwegs. „Wir sind quasi in einem Fahrradrausch“, lacht Bernhard Sack und schwärmt vom schönen Niederrhein.

Der 37-Jährige fährt bereits seit mehreren Jahren regelmäßig die fünf Kilometer mit dem Fahrrad zur Arbeit, aber seit seine Frau auch ein Rennrad besitzt, sind die beiden nicht mehr zu halten: Strecken nach Goch, Nimwegen oder Groesbeek sind kein Problem: „Nach der Arbeit setze sich mich zwei Stunden aufs Fahrrad und habe die Welt im Döschen“, sagt Bernhard Sack.

Das Rad als Alternative

Dass Fahrradfahren Spaß macht, erkennen auch immer mehr Klever. Im NRZ-Bürgerbarometer gaben 42 Prozent der Befragten an, dass sie gerne das Fahrrad benutzen, anstatt den ÖPNV zu nutzen. Die neue Europaradbahn zwischen Kleve und Groesbeek hat vielen Klevern Appetit auf mehr gemacht. Und die hervorragende Infrastruktur in der Nachbarstadt Nimwegen lässt erahnen: In Sachen Radverkehr kann in Kleve noch draufgesattelt werden.

Für Bernhard und Anne Cathrin Sack sind die bestehenden Radverbindungen bereits toll. „Ich finde, dass die Infrastruktur nicht schlecht ist. In der Innenstadtplanung wird schon darauf Rücksicht genommen“, sagt Sack. „Sicherlich kann man hier noch mehr machen. Die Europaradbahn geht da schon in die richtige Richtung“, sagt Sack.

Aber das schönste am Radfahren in Kleve sei eh die Landschaft. „Die Vielseitigkeit ist fantastisch. Man kann im Wald bis nach Groesbeek fahren oder über die Deiche entlang des Rheins. Es gibt so viele unfassbar schöne Ecken“, freut sich Sack.

Seine Frau Anne Cathrin (31) kommt aus Wuppertal und im Bergischen ist das Rad nicht Verkehrsmittel Nummer 1. Sie liebt es heute, mit dem Rad in der Freizeit unterwegs zu sein, abseits der Hauptstraßen.

Damit der Radverkehr in Kleve noch besser wird, dafür setzen sich die Grünen im Stadtrat ein. Bereits im November beantragte die Fraktion ein neues Konzept, um Radwege sinnvoll miteinander zu verbinden. Eine zusammenhängende Verkehrsplanung fehlt noch bislang in Kleve. Ein entsprechendes Gutachten wird vorbereitet und hätte eigentlich vorgestellt werden sollen.

Ziel ist es, ein Netz an Radstraßen in Kleve anzulegen, auf denen Fahrradfahrer bequem und sicher in der Stadt und verbunden mit den Ortsteilen sich bewegen können. Die Grünen wollen daher einen Lückenschluss zwischen Gemeindeweg und Mittelweg, eine Fahrradstraße zwischen Moritzpark bis Materborn und einen Radweg von der Hochschule bis Wardhausen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben