Zuschüsse

Die Stadt Goch fördert Bürgerprojekte im Wohnumfeld

Projekte wie der Bau des Hubert-Kösters-Denkmals an der Mühle des Verkehrs- und Heimatvereins Kessel, hier mit Karl-Heinz Hegmann und Bernd Thönnesen (rechts), können eine Förderung erhalten.

Projekte wie der Bau des Hubert-Kösters-Denkmals an der Mühle des Verkehrs- und Heimatvereins Kessel, hier mit Karl-Heinz Hegmann und Bernd Thönnesen (rechts), können eine Förderung erhalten.

Foto: Niklas Preuten

Goch.  20.000 Euro stehen für 2019 bereit. Der Rat beschloss jetzt einstimmig die Regeln für das BFG-Projekt „Miteinander besser leben“.

Das Vorbild für Goch kommt aus Mönchengladbach. Mit ihrem Programm zur Wohnumfeldverbesserung unterstützt die Stadt seit 2014 finanziell Projekte von Bürgern. Auf Antrag der BFG-Fraktion gibt es diese Möglichkeit durch die am Mittwoch in Kraft getretene Förderrichtlinie für das Projekt „Miteinander besser leben“ nun auch in Goch. Hier fällt die Unterstützung mit 20.000 Euro für das verbleibende Jahr 2019 zwar bedeutend kleiner aus als in Mönchengladbach, wo der Rat jährlich insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung stellt. Doch das Ziel ist das gleiche: Mit dem Geld soll das bürgerschaftliche Engagement zum Wohl des Gemeinwesens gestärkt werden.

Udo Wennekers, Vorsitzender der BFG-Fraktion, ist „froh, dass das Projekt jetzt endlich starten kann und die Förderung zu den Leuten kommt“. Bereits bei den Beratungen für den Doppelhaushalt 2018/2019 hatte das Bürgerforum seinen Antrag gestellt – ursprünglich noch mit einer Fördersumme von jeweils 50.000 Euro für beide Jahre. Die 20.000 Euro für 2019 fanden schließlich eine Mehrheit.

Rat fasste einstimmigen Beschluss

Eineinhalb Jahre später machte der Rat mit dem einstimmigen Beschluss der Förderrichtlinie am Dienstagabend den Weg endgültig frei. Demnach können Gocher Bürgerinnen und Bürger oder in der Stadt tätige Vereine, Verbände, Einrichtungen und Organisationen eine finanzielle Unterstützung für ihre öffentlich zugänglichen Projekte in Goch in Höhe von maximal 5000 Euro beantragen.

Die Antragssteller müssen ein Konzept mit einem belastbaren Finanzierungsplan vorlegen und einen Eigenanteil nachweisen, der mindestens 25 Prozent der Kosten beträgt, der aber auch durch Arbeitsleistung gestemmt werden kann. Projekte mit höherem Eigenanteil, einer großen Wirkung im Wohnumfeld und Einsparungen bei Folgekosten sollen bevorzugt gefördert werden.

„Wir müssen die etwas sperrige Förderrichtlinie bürgerfreundlich verpacken, zum Beispiel in einem Flyer“, sagt Wennekers, dem auch ein Musterantrag vorschwebt. Die Details wird er in der kommenden Woche mit Vertretern des Bauamts besprechen, das die eingehenden Anträge prüfen wird. Das abschließende Entscheidungsrecht hat der Rat. Bürgermeister Ulrich Knick-rehm kündigte an, dass die Stadt die Fördermöglichkeiten bei den Bürgerinnen und Bürgern vermarkten werde.

Verschiedene Ideen sind möglich

In Mönchengladbach wurden mit Hilfe der städtischen Förderung beispielsweise eine Boulebahn gebaut, ein Dorfplatz erneuert und eine Mühle saniert. „Es sind ganz vielfältige Ideen möglich“, stellt der BFG-Fraktionsvorsitzende fest, der auf eine starke Nachfrage aus der Gocher Bürgerschaft hofft. „Diese wird darüber entscheiden, ob das Projekt im nächsten Jahr fortgeführt wird. Das ist unser Wunsch“, sagt Wennekers. Bis zum Jahresende sollen die Maßnahmen auserkoren sein, die dann im kommenden Jahr mit einem städtischen Zuschuss umgesetzt werden können.

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