Flugverkehr

Eurowings fliegt ab Juni von Weeze nach München

Lufthansa Tochter Eurowings startet von Weeze aus Richtung München.

Foto: Oliver Berg

Lufthansa Tochter Eurowings startet von Weeze aus Richtung München. Foto: Oliver Berg

Weeze.   Ab dem 19. Juni wird die Lufthansa-Tochter Eurowings zwei Mal täglich nach München fliegen. Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber freut sich über das Angebot.

Die Lufthansa-Tochter Eurowings wird ab dem 19. Juni zwei Mal täglich von Weeze nach München fliegen und damit das Angebot des niederrheinischen Airports ausbauen. Flughafen-Geschäftsführer Ludger van Bebber zeigte sich gam Donnerstag im Gespräch mit der NRZ sehr erfreut über diese zusätzliche Inlandstrecke: „Wir haben zuletzt München im Jahr 2004 mit V-Bird angeflogen. Das war damals immer die stärkste Verbindung für uns“, sagt van Bebber.

Interessant für Berufstätige

Die Verhandlungen mit der Eurowings über eine Strecke nach München laufen seit März. Bereits auf der ITB sei man sich grundsätzlich über das Angebot einig gewesen, so van Bebber. Erst vor wenigen Tagen konnte man die konkreten Flugverbindungen festzurren. Demnach hebt täglich – bis auf samstags – jeweils morgens und abends ein Flieger in Weeze ab. Für van Bebber ist dies ein ideales Angebot für Berufstätige: „Wer in München einen beruflichen Termin hat, der kann noch am gleichen Tag nach Hause fliegen“, so der Flughafen-Chef.

Die neue Strecke soll vor allem in den angrenzenden Niederlanden vermarktet werden. Denn aus dem Ballungsgebiet Arnheim-Nimwegen erwartet man die meisten Kunden. Für das Ruhrgebiet und den Raum Düsseldorf werde das Angebot weniger attraktiv sein: „Düsseldorf hat X-Frequenzen nach München“, sagt van Bebber.

Dass Weeze nun eine weitere Fluggesellschaft anbieten kann, ist für die Geschäftsführung eine sehr gute Nachricht. Van Bebber führt dies auch auf die Expansionsbestrebungen von Ryanair zurück. Das Unternehmen ist am Flughafen Frankfurt präsent, entsprechend hat jetzt die Gesellschaft Eurowings mit vier Flugzeugen den Flughafen München für sich entdeckt - davon profitiert jetzt Weeze.

Da Ryanair sein Engagement am Niederrhein leicht zurückfahren wird, rechnet van Bebber für dieses Jahr mit einer ähnlichen Passagierauslastung wie im vergangenen Jahr. Nutzten 2016 gut 1,85 Millionen Menschen den Regionalflughafen, sollen es im kommenden Jahr 1,9 Millionen Fluggäste sein.

Brexit mit unklaren Folgen

Welche Auswirkungen der Brexit für die Branche hat, ist noch ungewiss. Ryanair hat bereits angekündigt, sich mit diesem Thema jetzt intensiv beschäftigen zu müssen und eventuell Flieger aus Großbritannien abziehen zu müssen: „Diese Entwicklung hat Chancen und Risiken“, so van Bebber. Er hofft darauf, dass Ryanair vielleicht einen weiteren Flieger nach Weeze stationiert: „Nichts ist in Stein gemeißelt“. Glücklicherweise gebe es aktuell nur wenige Verbindungen nach Großbritannien, ein Brexit würde Weeze nicht stark treffen: „Das Problem ist händelbar“.

Van Bebber rechnet mit baldigen Entscheidungen, denn im Sommer 2018 müsse die Flugbranche wissen, was der Brexit jetzt konkret für Folgen hat.

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