Karneval

Goch feiert gut gelaunt sein Prinzenpaar in spe

Premiere für das Prinzenpaar in spe: Johannes V. und Julia I. präsentierten sich auf der Bühne des Kastells.

Premiere für das Prinzenpaar in spe: Johannes V. und Julia I. präsentierten sich auf der Bühne des Kastells.

Foto: Evers, Gottfried (eve)

Goch.  Das Kolping Karnevals Komitee 1885 Goch präsentierte die künftigen Tollitäten der Weberstadt. Julia Giesen und Johannes Knops wurden gefeiert.

Diesem Moment hatten alle entgegen gefiebert: Das Tor der Burgkulisse war geöffnet, hinter einem orange-gelben Wandschirm waren zwei Silhouetten unschwer als Prinzenpaar zu erkennen. Unter dem Jubel des Narrenvolkes im Gocher Kastell stürmten Julia Giesen und Johannes Knops als künftige Julia I. und Johannes V. die Bühne und wurden mit einem Riesenapplaus von den baldigen Untertanen empfangen.

Die Kolping-Karnevalisten hatten das „Wohnzimmer“ des Gocher Karnevals sorgfältig geschmückt in den Vereinsfarben gelb, orange und schwarz. Schon der Eingangsbereich empfing die Gäste mit einer besonderen Atmosphäre: Herbstblätter, beleuchtete Äste, viele hundert Papierblüten, funkelnde Lichterkränze.

Filigrane Scherenschnitte

Auf den Tischen im Saal standen filigrane Scherenschnitte, die ein tanzendes Paar darstellten, große Scherenschnitte hingen an der Decke. Zur Einstimmung des Publikums eröffnete die Kolping-Traditionsband, kurz „K6“, die Veranstaltung und gab ein Live-Konzert der Extraklasse. Seit mehr als 66 Jahren rocken die Musiker den Karneval nicht nur in Goch. Durch das Programm führten Frank Goossens, Vorsitzender des KKK und in diesem Jahr Adjutant des Prinzenpaares, und Torsten Matenaers, ebenfalls Adjutant. Erst einmal hieß es „in Erinnerungen schwelgen“.

Auf der Leinwand erschienen die Fotos

Seit 1971 stellte der Kolping-Karneval in Goch sechs Prinzenpaare, die die beiden Moderatoren in einem Rückblick vorstellten. Auf der Leinwand erschienen die Fotos, dazu ertönten die großen Hits der jeweiligen Session, und Goossens und Matenaers erzählten, dass zum Beispiel das erste Kolpings-Paar, Heinrich IV. und Engeline I., nur 20 Termine absolvierte, während heute weit mehr als 200 Auftritte in der Session zu bewältigen sind.

Dann wurde es allmählich spannend, K6 drehten noch einmal richtig auf, die Gäste sangen und tanzten mit. „Gemeinschaft wird großgeschrieben im Karneval und auch bei uns“, sagte Frank Goossens, und auf der Leinwand erschienen die Porträts aller Vereinsmitglieder, denn Jeder, so Goossens, sei ein Mosaikstein des Gelingens.

Künftige Prinzessin begrüßte mit strahlendem Lächeln die Gäste

Die Porträts formten sich zu den Umrissen des Prinzenpaares, dann war es soweit. Julia Giesen und Johannes Knops standen auf der Bühne, und man konnte sehen, dass sie einfach nur glücklich waren. Die künftige Prinzessin im eleganten schwarz-gelben Abendkleid begrüßte mit strahlendem Lächeln die Gäste: „Endlich fängt sie wieder an, die fünfte und schönste Jahreszeit.“ Matenaers stellte die 32-.jährige Optikerin vor als Karnevalistin von Kindesbeinen an. Sie habe sich durch alle Tanzgruppen getanzt, sei heute Trainerin der Funken und habe auch ihre Familie mit dem Karnevalsvirus infiziert. Johannes Knops wird nach Marcus, der in der Session 2011 Gocher Prinz war, als zweiter Sohn des Kolping-Ehrenmitgliedes Josef Knops, die Gocher Narren anführen, auch er sei Vollblutkarnevalist seit Jahrzehnten.

Offizielle Eröffnung

Die offizielle Eröffnung der Session übernahm der Vorsitzende des Festkomitees Gocher Karneval, Frank Bömler. Er gratulierte dem KKK, dass er sich getraut hatte, auch an einem „schnöden“ Montag die Veranstaltung abzuhalten, denn: „So ist es richtig, und man sieht ja auch, alle Gocher Narren haben mit den Füßen abgestimmt und sind gekommen.“ Auch Bürgermeister Ulrich Knickrehm zeigte sich stolz auf das künftige Paar: „Ihr werdet die Stadt ganz toll repräsentieren.“

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