Studium

Hochschule wächst in die Klever Innenstadt

Die Hochschule Rhein-Waal nutzt bereits „Haus 5a“ am Lebensmittelmarkt und künftig auch Teile im Haus der Deutschen Bank in Kleve.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Die Hochschule Rhein-Waal nutzt bereits „Haus 5a“ am Lebensmittelmarkt und künftig auch Teile im Haus der Deutschen Bank in Kleve. Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.   Nach dem Gebäude 5a am Edekamarkt wird nun auch ein Teil der Deutschen Bank in Kleve gemietet: Drei Etagen mitsamt dem ehemaligen Bürgerbüro.

Die Hochschule Rhein-Waal wächst und wächst, und daran ändern auch die von der umsichtig agierenden Präsidentin Dr. Heide Naderer unlängst ausgerufenen „Grenzen des Wachstums“ nichts. In der ganzen Welt erfreut sich die junge Hochschule mit ihren kostenlosen, englischsprachigen Studiengängen (75 Prozent) großer Beliebtheit. Menschen aus 100 Nationen lernen in Kleve und Kamp-Lintfort, gezieltes Anwerben von Asiaten, um die Hörsäle zu füllen, sind längst nicht mehr erforderlich.

Stürmische Wachstum

Das stürmische Wachstum fordert seinen Tribut: Der Campus in Kleve ist bereits zu klein geworden. Seit Jahren finden diverse Vorlesungen im Klever Kino Tichelpark statt. Der gläserne Trakt „Haus 5a“ am Edeka-Markt neben dem Hochschulgelände wurde angemietet, die ehemalige Wirtschaftsschule Franke gegenüber für Hochschulbelange umgebaut.

Nun startet die Hochschule in die nächste Phase der Expansion – sie arbeitet sich in die Innenstadt vor: Nach Informationen der NRZ mietet die Hochschule große Teile des Gebäudes der Deutschen Bank am Eingang der Fußgängerzone an. „Es ist richtig, dass die Hochschule Rhein-Waal beschlossen hat, Flächen in der Klever Innenstadt anzumieten. Wir haben uns dabei für das Gebäude der Deutschen Bank entschieden“, bestätigt Präsidentin Naderer. „Die Flächen verteilen sich auf drei Stockwerke im ehemaligen Bürgerbüro. Dieser Schritt ist nötig, weil die Hochschule Rhein-Waal mit nun mehr als 7300 Studierenden und den dafür entsprechenden Personalkapazitäten mehr Platz benötigt.“

Das Dezernat Ressourcen der Hochschule ist derzeit damit beschäftigt, Nutzungskonzepte zu entwickeln. „Dabei achten wir besonders auf den Nutzen für die Studierenden, die dringend mehr Raum für funktionelle Arbeitsplätze benötigen“, so Naderer. „Darüber hinaus sehen wir diese Maßnahme aber auch als einen weiteren Schritt, die Hochschule noch deutlicher in das Klever Stadtbild zu integrieren.“

Noch lohnen sich Neubauten nicht

Die Zahl der Studenten stieg vom vorigen zu diesem Jahr um sieben Prozent. Doch lohnen sich Neubauten für die Hochschule Rhein-Waal nicht, so lange das Land NRW nicht bestimmt hat, ob es Gebühren für ausländische Studenten erheben will, hatte Naderer schon festgehalten. In der Entscheidung sind die Bundesländer autark. Gebühren könnten sich aber auf die Zahl der interessierten Auslandsgäste auswirken.

Der Anteil der Studenten aus dem Kreis Kleve beträgt 14 Prozent, der aus dem Kreis Wesel 15 Prozent. Von den 46 Prozent Ausländeranteil kommen fünf Prozent aus Europa. Den größten Ausländeranteil machen die Studierenden aus Indien mit sieben Prozent aus und die aus China mit vier Prozent. Entwicklungs- und Schwellenländern wären von den aktuell in der Diskussion stehenden Studiengebühren vermutlich befreit.

Generelle Zulassungsbeschränkungen in allen Fächern über den NC kommen für die Hochschule nicht infrage. Denn da dürften nur sieben Prozent Studierende aus Nicht-EU-Staaten kommen.

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