Umweltschutz

Kleve denkt über neue Hundekotbeutel nach

Auch in Kleve können Hundehalter gratis Hundekottütchen ziehen. Diese sind allerdings nicht biologisch abbaubar.

Auch in Kleve können Hundehalter gratis Hundekottütchen ziehen. Diese sind allerdings nicht biologisch abbaubar.

Foto: Tanja Pickartz / FUNKE Foto Services

Kleve.  Die Klever FDP möchte die bisherigen Hundekotbeutel durch biologisch abbaubare Tüten ersetzen. Diese sind in der Anschaffung doppelt so teuer.

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Die Politik in der Stadt Kleve denkt über neue Hundekotbeutel nach. Die FDP stellte jetzt den Antrag, die herkömmlichen Plastiktüten abzuschaffen und nur noch biologisch abbaubare Hundekotbeutel zu verwenden. Es gebe kaum eine Plastiktüte, mit einer derart geringen Verwendungsdauer, so die FDP. Vielerorts werden die roten Tütchen achtlos weggeworfen und dann dauere es Jahrhunderte, bis sie sich in der Natur vollständig zersetzt haben.

Alle Tüten-Varianten gehören in den Restmüll

Die Stadtverwaltung hat das Anliegen geprüft. So gibt es in der Tat biologisch abbaubare Hundekotbeutel, die aus Mais, Zuckerrüben oder Kartoffeln hergestellt werden. Allerdings seien auch diese nicht zu 100 Prozent abbaubar. Sie wären aber in der Anschaffung doppelt so teuer. Die Stadt Rees führte jüngst in einer Testphase Papierbeutel ein. Hierfür müssten in Kleve allerdings sämtliche Beutelspender ausgetauscht werden. Dies wäre sehr aufwendig. Auch seien die Beschaffungskosten um den Faktor 40 höher. Aufgrund des Wertes der Tüten rechnet die Verwaltung zudem mit einer verstärkten Entnahme – auch für anderen Zwecke.

Sämtliche Beutel gehören übrigens in den Restmüll und werden dann in einer Müllverbrennungsanlage thermisch entsorgt. Die USK-Gremien wollen über die Bio-Beutel noch mal beraten. Grundsätzlich sei jedoch der Hundehalte in der Pflicht, den Kot zu entfernen. Die Tütchenspender seien eine freiwillige Leistung der Stadt.

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