Gartenwettbewerb

Kreisverband für Heimatpflege Kleve zeichnet Sieger aus

Beim Gartenwettbewerb des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege erreichte der Vorgarten der Pfalzdorfer Familie Hetzel Platz eins. V.li.: Josef Jörissen, Berhard Lohmann, Reinhard Fischer (alle Kreisverband), Gerda und Klaus Hetzel.

Beim Gartenwettbewerb des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege erreichte der Vorgarten der Pfalzdorfer Familie Hetzel Platz eins. V.li.: Josef Jörissen, Berhard Lohmann, Reinhard Fischer (alle Kreisverband), Gerda und Klaus Hetzel.

Foto: Claudia Gronewald / NRZ Kleve

Kreis Kleve.  Der Kreisverband Kleve für Heimatpflege zeichnete Gärten in sechs Kategorien aus. Bei Vorgärten gewann der Pfalzdorfer Garten Hetzel.

Ein Hausbaum gehört auf jeden Fall in einen Garten. Das findet nicht nur die Kommission des Kreisverbandes Kleve für Heimatpflege, das sieht auch die Familie Hetzel aus Pfalzdorf so. Seit gut 90 Jahren prägt eine imposante Kastanie ihren ziemlich großen Vorgarten, für den sie jetzt im verbandseigenen Gartenwettbewerb mit dem ersten Platz belohnt worden sind. Kreisweit beteiligten sich 81 Gärten daran.

Ein Garten zum Leben, Spielen und Ausruhen

Der mächtige Baum bestimmt heute den Blick auf den üppig bepflanzten Garten, den Gerda und Klaus Hetzel an der Kühnenstraße nach und nach anlegten – immer auch mit Blick darauf, dass ihre vier Kinder den Garten nicht nur ansehen, sondern darin auch leben, spielen und die Erwachsenen sich dort ihre Ruheplätze suchen können. So gibt es eine Schaukel, ein Trampolin und eine Hängematte, die sich sehr harmonisch einfügen in die Beete mit gerade üppig blühenden Hortensien in allen Farben.

„Unser Garten ist mit der Zeit so groß geworden“, erzählt Klaus Hetzel. „Meine Eltern haben hier ja lange eine Landwirtschaft betrieben.“ Wo früher Wirtschaftsgebäude standen und Nutzflächen waren, legte das Ehepaar nach und nach ein blühendes Kleinod an. Und passte es den Bedürfnissen ihrer heranwachsenden Kinder an.

Teilnehmer in sechs verschiedenen Kategorien

Der Kreisverband möchte mit seinem Gartenwettbewerb Möglichkeiten zeigen, wie man mit bescheidenem Aufwand charmante und individuelle Lebensräume vor der Haustür schaffen kann und zeichnet die Teilnehmer in insgesamt sechs Kategorien aus. Im Garten der Familie Hetzel stellte Josef Jörissen, Kreisvorsitzender des Verbandes, die Sieger in den Kategorien Haus- und Wohngärten, Wirtschafts- und Bauerngärten, Naturgärten, Blumenschmuck, Vorgärten und Fassadengestaltung vor. „Im Mittelpunkt muss immer stehen, wie der Eigentümer seinen Garten gestaltet, um sich selbst darin wohl zu fühlen.“

Monotone, minimalistische Stein- oder Betonwüsten verhindern

„Mit unserem Wettbewerb wollen wir Gartenbesitzer aber auch dazu motivieren, in ihren Gärten keine Stein- oder Betonwüsten anzulegen, die dann vermeintlich pflegeleichter sind“, sagt Jörissen. „Wir wollen monotone, minimalistische Anlagen verhindern, die eher Parkplätzen gleichkommen und keine Gärten sind, sondern Tristesse aus Steinen.“ Die Devise, so Jörissen, müsse lauten: „Weg mit den Steinen aus den Vorgärten“.

In einem Jahr, in dem massiv über den Rückgang der Insekten und damit der Vögel geklagt werde, weil viel zu wenige Blüten vorhanden seien, müsse es doch angebracht sein, dem immer weiter um sich greifenden Trend Einhalt zu gebieten. „Wir wünschen uns deshalb nicht nur Aufklärung, sondern auch ganz konkrete Verbote solcher sterilen Anlagen in zukünftig aufzustellenden Bebauungsplänen“, bringt es der Kreisvorsitzende auf den Punkt.

Schottergärten sind nicht pflegeleichter

Auch räumt er mit dem Argument auf, diese „Gärten“ seien leicht zu pflegen. Zwischen den Steinen keimten Samen, entstünden Moos und Flechten, denen dann nicht selten mit dem Einsatz von Chemikalien zu Leibe gerückt werde, heißt es in der Stellungnahme des Kreisverbandes. „Bedingt durch den Klimawandel mit längeren Hitzeperioden erhöht sich in diesen Gärten außerdem das Kleinklima“, sieht Jörissen mit Sorge. Während Pflanzen den Boden eher kühlen und beschatten, blockieren versiegelte Flächen Frischluftschneisen und verschlechterten die klimatischen Verhältnisse, weil Schotter Wärme aufnehme und wieder abgebe, beklagt der Kreisverband.

Das sind die Preisträger

Haus- und Wohngärten: 1. Platz: R. Unger, Hurler Str. 68, Rees-Millingen, 2. Nicole Peters und Waldemar Kowalewski, Maasstr. 12, Goch-Asperden, 3. Egon Hoffmann, Sternweg 34, Emmerich-Praest. Wirtschafts- und Bauerngärten: 1. Hünnekes/Luyven, Goch-Hülm, 2. Jürgen Wessler, Römerstr. 12, Kranenburg, 3. Heinrich Lyven, Hoher Weg 59, Winnekendonk. Naturgärten: 1. Hans-Heinrich Etzold, Hestert 8, Winnekendonk, 2. Christoph Kempen, Marienbaumer Str. 43, Kalkar-Appeldorn, 3. Johannes Evers, Sebastianusweg 14, Winnekendonk. Blumenschmuck: 1. Hermann Bongers, Bruchweg 75, Kalkar-Kehrum, 2. Familie Gärtner, Klosbremm 16, Winnekendonk, 3. Birgit Krämer, In der Laar 55, Emmerich-Hüthum. Vorgärten: 1. Familie Hetzel, Kühnenstr. 2, Goch-Pfalzdorf, 2. Cladders/Haiduk, Im Kirchwinkel 4, Rheurdt-Schaephuysen, 3. Klaus Pastoors, Lambertusstr. 25, Kalkar-Appeldorn. Fassadengestaltung: 1. Maria und Klaus Pause, Klosbremm 16, Winnekendonk, 2. Familie Miesen, Hauptstr. 34, Rheurdt-Schaephuysen, 3. Familie Kupka-Müller, Niersstr. 4, Winnekendonk.

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