Kreismusikschule

Künftige Leiterin Anne Giepner möchte auch Lehrerin bleiben

Anne Giepner möchte als Leiterin der Kreismusikschule auch Pädagogin bleiben: „Ich will den Spaß am Musikvermitteln behalten und wissen, für wen ich eigentlich Schulleiterin bin.“

Anne Giepner möchte als Leiterin der Kreismusikschule auch Pädagogin bleiben: „Ich will den Spaß am Musikvermitteln behalten und wissen, für wen ich eigentlich Schulleiterin bin.“

Foto: Andreas Daams

Kleve.  Anne Giepner wird im November Leiterin der Kreismusikschule. Die Geigerin hat bereits Erfahrung als stellvertretende Leiterin gesammelt.

Es war der klassische Einstieg in die Welt der Musik: die musikalische Früherziehung. Anne Giepner, gebürtige Neusserin, ist in Willich aufgewachsen und hat die Früherziehung an der Rheinkreis-Neuss-Musikschule erlebt. Mit vier Jahren, wie es so üblich ist. Als sie während dieser Zeit mit ihren Eltern ein Musikschulfest besuchte, hörte sie ein Streicherensemble und verliebte sich gleich in die Geige. „Meine Eltern haben die Früherziehungs-Lehrerin sogar noch gefragt, ob Geige denn etwas für mich wäre“, schmunzelt sie.

Die Lehrerin hatte offenbar eine gute Menschenkenntnis: „Wenn jemand, dann Anne“, sagte sie. So war es dann auch. Tatsächlich ergriff die Musik auch ihre beiden jüngeren Geschwister. Ihr Bruder hat Cello und Schulmusik studiert und unterrichtet nun an einem Gymnasium, ihre Schwester Bratsche und Klavier und spielt im Sinfonieorchester. Anne Giepner studierte Violine an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Lange Jahre sind die Geschwister als Klaviertrio aufgetreten, was jetzt wegen der Entfernungen und unterschiedlichen Arbeitszeiten kaum noch möglich ist.

Zeitvertrag bei den Duisburger Philharmonikern

Nach dem Studium der Instrumentalpädagogik hängte Anne Giepner noch den künstlerischen Abschluss dran. Damit standen ihr zwei Wege offen: Orchestermitglied zu werden – oder zu unterrichten. Schon während des Studiums lernte sie beide Welten kennen. Sie spielte als Praktikantin und mittels eines Zeitvertrags bei den Duisburger Philharmonikern. Und sie nahm eine halbe Stelle an der Kreismusikschule in Geldern an. „Meine Erfahrungen sprachen für die Pädagogik“, erzählt sie. „Es liegt mir, mit jungen Leuten etwas zu erarbeiten und mitzuerleben, wie sie manchmal zu reifen Musikern heranwachsen.“

Dieckmann geht in Ruhestand

Anfang November wird Anne Giepner nun die Leitung der Kreismusikschule Kleve mit ihren zwei Standorten in Kleve und Geldern von Thomas Dieckmann übernehmen, der dann in den Ruhestand geht. Da sie seit vier Jahren als stellvertretende Schulleiterin in Geldern wirkt, ist ihr die Verwaltungs- und Organisationsarbeit nicht fremd. So leitet sie in Geldern die Serenade, bei der junge Musiker auftreten.

Wie bisher möchte sie auch das dortige Kinderorchester leiten und einige Schüler weiterhin unterrichten. „Ich will den Spaß am Musikvermitteln behalten und wissen, für wen ich eigentlich Schulleiterin bin – das kann ich am besten, wenn ich Kontakt zu Schülern, Eltern und Kollegen habe.“ Schließlich entwickelt sich die Musikschule immer weiter, auch wenn eines essenziell bleibt: das Üben. Dies jungen Leuten zu vermitteln, ist und bleibt eine Herausforderung.

Den Nordkreis kennenlernen

Für Anne Giepner besteht nun die erste Herausforderung ab November allerdings darin, sich mit dem Nordkreis vertraut zu machen. Im Südkreis kennt man sie schon bestens. Dabei ist klar: „Musikschulleiter kann man nicht lernen, das muss man machen.“ Anne Giepner freut sich drauf.

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