Bistum

Maria Bubenitschek hat in der Kirche Karriere gemacht

Maria Bubenitschek gestaltet die Entwicklung des Bistums Münster mit.

Maria Bubenitschek gestaltet die Entwicklung des Bistums Münster mit.

Foto: Bischöfliches Generalvikariat Münster

Bedburg-Hau/Münster.  Die Frau aus Bedburg-Hau arbeitet für das Bistum Münster. Sie wurde nun zur Sprecherin der Bundeskonferenz der Personaldezernten gewählt.

„Ich bin groß geworden in St. Markus Bedburg-Hau“, erzählt Maria Bubenitschek. Eine katholische Sozialisation war für ihre Generation – Jahrgang 1966 – noch durchaus normal. Ungewöhnlich hingegen war, dass es in der Gemeinde eine Frau in kirchlichem Dienst gab, die ihren eigenen Aufgabenbereich hatte, etwa die Erstkommunion-Vorbereitung. „Sie war eine der ersten Frauen im katholischen Dienst“, sagt Maria Bubenitschek. „Das hat mir imponiert.“

Dass Frauen alles erreichen können, hat sie aber auch in der Schule erfahren. „Ich gehörte zum letzten reinen Mädchenjahrgang am Sebus, und wir haben schulischerseits wahrgenommen, dass Mädchen und Frauen die Welt offensteht.“ Heute ist Maria Bubenitschek Personalreferentin in der Hauptabteilung 500 im Bischöflichen Generalvikariat Münster. Außerdem ist sie Sprecherin der Bundeskonferenz der Personaldezernenten, die alle deutschen Bistümer umfasst.

Sie ist die erste Frau auf der Position und die erste Person, die nicht Priester ist. Kirche wandelt sich. Zweiter Sprecher der Konferenz ist Domkapitular Georg Franz aus dem Bistum Limburg.

Studium an der Kirchlichen Fachhochschule in Paderborn

Dass sie nach dem Abitur Pastoralreferentin werden wollte, war für sie nach ihren tollen Erfahrungen in St. Markus in Bedburg-Hau schnell klar. An der damaligen Kirchlichen Fachhochschule in Paderborn bewarb sie sich deshalb um einen Studienplatz. „Damals gab es für Bewerber aus dem Bistum Münster gerade mal zehn Studienplätze, in der Endauswahl waren wir 40.“ Maria Bubenitschek bekam einen Studienplatz und bereute ihren Entschluss nie. „Für mich war das der richtige Weg“, ist sie überzeugt. „Ich bin mit Leib und Seele Seelsorgerin.“

Sie begann 1990 im Bistum Aachen in mehreren Pfarreien, war dann Schulseelsorgerin zu einer Zeit, als dieses Arbeitsfeld noch in den Kinderschuhen steckte. Später kamen vermehrt Aufgaben in der Pfarrseelsorge hinzu. „Ich war zum Beispiel zuständig für die Pfarreien, die von der Umsiedlung durch den Braunkohletagebau Garzweiler II betroffen sind.“

2010 wurde sie zusätzlich Ausbildungsleiterin und war damit zuständig für Studierende, die sich auf den Weg in den Pastoralen Dienst machen. Drei Jahre später wurde sie Einsatzreferentin für pastorale Laien im Bistum Aachen. „Ich habe mich immer weiter qualifiziert, immer nach neuen Herausforderungen gesucht“, erzählt sie.

Weniger Geld und Personal

Nun ist sie in Münster, einem Bistum, dem es im Vergleich zu Aachen deutlich besser geht. Zumindest bislang ist das so. „Dass es weniger Geld und Personal geben wird, zeichnet sich ab“, sagt Maria Bubenitschek. Darauf ist sie gut vorbereitet: „Meine Erfahrung aus dem Bistum Aachen bringe ich ein, daher sehe ich das alles mit relativer Gelassenheit.“ Es gehe nicht darum, einfach nur auszuhalten, dass es weniger Geld und Personal gebe. „Das muss und kann man auch gestalten“, ist sie überzeugt. Dahinter steht die Frage: Wohin entwickelt sich das Bistum? Wie geht man mit den Ressourcen um? Maria Bubenitschek wird an entscheidender Stelle an diesem Prozess mitwirken.

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