Radverkehr

Nimwegen und Arnheim setzen mit viel Geld auf Radschnellwege

Fahrradschnellwege führen quer durch Nimwegen: Hier der Radweg am Ausbildungszentrum ROC in Richtung Bahnhof.

Fahrradschnellwege führen quer durch Nimwegen: Hier der Radweg am Ausbildungszentrum ROC in Richtung Bahnhof.

Foto: Andreas Gebbink / NRZ

Nimwegen.  Die Region Arnheim-Nimwegen hat in den vergangenen zehn Jahren neue Hauptverkehrsachsen für Radfahrer geschaffen – und viel Geld investiert.

Radschnellwege sind auch in NRW schwer in Mode. In der R egion Arnheim-Nimwegen werden diese bereits seit zehn Jahren entwickelt und entfalten jetzt ihre volle Wirkung: Immer mehr Menschen setzen sich hier auf das Fahrrad, um den Weg zur Arbeit anzutreten.

Allein in Nimwegen wurden 17 Radschnellwege angelegt, die auch ans überörtlich Radwegenetz anschließen. 90 Kilometer wurden bereits realisiert und weitere Schnellstrecken sollen hinzukommen. Die erste Schnellstrecke entstand zwischen Nimwegen und Wijchen, beliebt ist auch der Rijnwaalpad zwischen Arnheim und Nimwegen und der Batavierenpad zwischen Nimwegen und Beuningen. Seit zwei Jahren gibt es einen Europaradweg nach Kleve, der auf niederländischer Seite aber nicht als Schnellradweg ausgebaut worden ist.

Bis zum Jahr 2025 sollen Fahrrad und E-Bike zum Hauptverkehrsmittel für Strecken unter zehn Kilometer werden. Die Nimweger Beigeordnete Harriët Tiemens erklärt, dass man sich daher in den kommenden Jahren verstärkt auf die Zubringerstrecken (Feeders) konzentrieren werde. Es müsse noch einfacher werden, eine Radschnellstrecke oder einen Nahverkehrsknotenpunkt vom Wohnort mit dem Fahrrad zu erreichen.

Bequem und schön muss es sein

Wichtig bei der Errichtung von Fahrradschnellstraßen sei eine strikte Trennung zwischen Rad- und Autoverkehr. Die Hauptwege müssten den Radfahrern zwar eine schnelle Verbindung garantieren, aber sie müssen auch schön sein, damit das Radfahren zu einem Erlebnis wird.

All dies kostet natürlich auch viel Geld. Für die bestehenden Schnellstrecken wurden bereits 72,3 Millionen Euro ausgegeben. Die Region Arnheim-Nimwegen hat für die Jahre 2019 bis 2023 weitere 25 Millionen Euro für die Hauptinfrastruktur bereitgestellt.

Aktuell wird am MaasWaalpad gearbeitet (Nimwegen, Malden, Mook, Cuijk) und am Nederrijnpad (Arnheim, Oosterbeek, Renkum, Wageningen). „Der Ausbau des Radverkehrs ist ein kontinuierlicher Prozess und wird in der Politik auch von vielen Parteien getragen“, sagt Harriet Tiemens. Gerade für die längeren Streckenabschnitte wolle man noch mehr Radfahrer begeistern.

Informationen über die Fahrradschnellstraßen in der niederländischen Provinz Gelderland finden Sie im Internet auf der Seite: www.snelfietsroutesgelderland.nl

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