Stadtgestaltung

Planung, wie der Markt Linde in Kleve aussehen soll

Der Markt Linde (links im Bild Turm der evangelischen Versöhnungskirche) soll bald neu gestaltet werden.

Der Markt Linde (links im Bild Turm der evangelischen Versöhnungskirche) soll bald neu gestaltet werden.

Foto: Mvo

Kleve.  Verkehrsgutachten untersucht zunächst die Straßen rund um den Knotenpunkt in der Klever Innenstadt. Im Kulturausschuss gab es Infos.

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Wann wird der Marktplatz Linde neu gestaltet? Das fragte Wiltrud Schnütgen (Grüne) im Kulturausschuss an. Eine Planung für die tatsächliche Gestaltung des Platzes könne bald vorliegen, kündigte Kleves Technischer Beigeordneter Jürgen Rauer an.

Schnütgen hatte nachgefragt, ob es stimmt, dass die Straßenführung an der Linde verbreitert werden solle und Teile des Bunkers möglicherweise im Weg stünden. Man müsse doch im Gegenteil darüber nachdenken, den Bunker als Denkmal zugänglich zu machen, wenigsten für Führungen, bat die Stadtführerin und Grünenpolitikerin. Rauer gab ihr Recht: „Wir denken natürlich daran, für den Bunker, der ein Stück Klever Geschichte ist, einen geregelten Zugang zu schaffen, daran wird gearbeitet werden“, sagte er. Keineswegs werde in das Denkmal Bunker baulich eingegriffen, weil er dem Verkehr im Wege stünde. Ob die Straßenführung rund um den Markt Linde verbreitert werde, müsse das in Auftrag gegebene Verkehrsgutachten zeigen. Es solle bald vorliegen.

Verkehre analysieren, weil es häufig zu langen Rückstaus kommt

Hedwig Meyer-Wilmes (Grüne) hinterfragte, was das Gutachten überhaupt untersuche. Rauer erklärte, man müsse die Verkehre analysieren, weil es häufig zu langen Rückstaus am Verkehrsknotenpunkt Markt Linde komme. Der Markt wird von einer der meist befahrenen Straßen in der Kreisstadt begrenzt, über die auch immer noch ein Teil des Durchgangsverkehrs rollt.

Untersucht würden: die Gruftstraße, die den Verkehr auf die Ringstraße führt, die wiederum am Markt Linde in die Lindenallee mündet. Hier stößt auch die Hoffmannallee auf den Markt und der Verkehr verteile sich in Richtung Goch und Gruft und geradeaus in die Innenstadt. Hinzu kommen die Hagsche Straße und die Borselstege. Beachtet werden müssten auch die Umleitungsverkehre, die wegen größerer Straßenbauvorhaben erwartet werden (u.a. soll ja die Ringstraße für den Fahrradverkehr umgestaltet werden).

Wenn das Gutachten vorliege, rechnet Rauer zügig mit einem konkreten Plan für die Gestaltung des Platzes, in die natürlich die Schmuck-Linde und der Eingang zum Bunker einbezogen würden, ebenso wie die künftige Verkehrsführung, so Rauer im Kulturausschuss.

Seit 2013 wird über die Neugestaltung der Klever Plätze und hier vorrangig über den Markt Linde diskutiert. 2013 machten Bürger und Planer einen Rundgang durch die Stadt und sammelten Ideen. 2015 wurden im Ausschuss für Kultur und Stadtgestaltung erste Ideen über eine neue Gestaltung des Platzes diskutiert, der vor allem besser geordnet werden müsse, mit all seinen An- und Abfahrten und besserer Parkplatz-Aufteilung. Das könnte auch dem regelmäßigen Markttag zugute kommen, hieß es damals.

Der Bunker steht seit 2016 unter Denkmalschutz

2016 wurde schließlich der Bunker unter dem Marktplatz und unter Teilen der Straße unter Denkmalschutz gestellt.

Derzeit baut die evangelische Kirchengemeinde die große Versöhnungskirche am Markt Linde um. Die Kirche soll sich nach dem Umbau mit gläserner Fassade deutlicher zum Markt hin öffnen.

Die Linde, die seit Jahrhunderten dem Markt seinen Namen gibt, ist die alte Gerichtslinde, die einst in sehr spezielle Form geschnitten wurde. Der schmucke Baum war so bekannt, dass im 17. Jahrhundert sogar eine brandenburgische Fregatte seinen Namen trug.

Auf dem Marktplatz Linde findet samstags der Wochenmarkt statt. Früher gab es dreimal in der Woche Markttreiben. Die Zahl der Stände hat deutlich abgenommen. Für eine Neugestaltung war bisher von einer Reduzierung der Parkplätze und verbesserter Aufenthaltsqualität die Rede.

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