Betrugsmasche

Polizei meldet Betrug beim Onlinebanking im Kreis Kleve

Die Polizei warnt beispielsweise davor, Onlinebanking im öffentlichen WLAN zu nutzen.

Die Polizei warnt beispielsweise davor, Onlinebanking im öffentlichen WLAN zu nutzen.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Kreis Kleve.  Betrüger erbeuteten in mehreren Fällen bereits Geldbeträge nach der Umstellung auf Onlinebanking ohne Transaktionsnummer.

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Das relativ neue Onlinebanking ohne Transaktionsnummer (TAN) haben jetzt auch die Betrüger für sich entdeckt. Das teilt die Kreispolizeibehörde Kleve mit. Seit einiger Zeit ist für maximal fünf Überweisungen von Beträgen unter 30 Euro ein TAN-loses Onlinebanking möglich. Erst danach wird die TAN abgefragt. Ein erneutes Verfahren ohne TAN ist erst bei der nächsten Anmeldung möglich. Betrüger haben dies bereits erkannt und auch im Kreis Kleve in mehreren Fällen Geldbeträge erbeutet, so die Kreispolizeibehörde.

„An Kontodaten von potentiellen Geschädigten zu gelangen, geschieht auf unterschiedliche Weise. Eine Vielzahl von Firmen- oder Vereinskonten sind im Internet recherchierbar“, stellt die Polizei fest. Auch betrügerische Phishing-Mails, in denen der Geschädigte aufgefordert wird, Kontodaten preiszugeben oder das Hacken eines Computers zählten hierzu. Der Angriff auf die Passwörter erfolge heute meistens softwarebasiert.

Das rät die Polizei

„Insbesondere schwache und nachvollziehbare Passwörter ohne Sonderzeichen wie ein Vereinsname oder der Name des Hundes sind am schnellstens geknackt“, so die Kreispolizei. Der wichtigste Sicherheitsfaktor seien die Onlinenutzer selbst. „Ist das Kind dann doch in den Brunnen gefallen, sollte auf jeden Fall das Zugangskennwort zum Online-Banking geändert werden. Dabei ist ein starkes Passwort, welches niemals woanders genutzt wird, am besten. Man sollte auch mit seiner Bank abstimmen, das TAN-lose Onlinebanking abzuschalten“, rät die Polizei.

Als weitere Vorsichtsmaßnahme sollten Zugangsdaten an einem sicheren Ort aufbewahrt und niemandem per E-Mail oder SMS mitgeteilt werden. „Auch der Drang, Online-Banking im öffentlichen WLAN zu betreiben, kann sich als gefährlich erweisen. Für den Fall, dass die Bankaktivitäten über ein Smartphone abgewickelt werden, ist auch dessen Verlust bei der Bank anzuzeigen“, so die Polizei.

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