Polizei

Schon wieder: Unbekannte sprengen Geldautomat in Kranenburg

In Kranenburg schlugen die Täter gegen 02.18 Uhr auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums am Großen Haag zu.

In Kranenburg schlugen die Täter gegen 02.18 Uhr auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums am Großen Haag zu.

Foto: Polizei

Kranenburg.  In der Nacht zu Mittwoch haben Unbekannte einen Geldautomaten in Kranenburg gesprengt. Der fünfte Fall innerhalb von zwei Tagen in der Region.

Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch (25.3.) einen Geladautomaten auf einem Parkplatz in Kranenburg gesprengt. Die Fälle in der Region häufen sich: Eine Nacht zuvor waren bereits vier Geldautomaten in Dinslaken, Monheim und Mülheim an der Ruhr gesprengt worden. In allen Fällen konnten die Täter entkommen.

Geldautomaten gesprengt – Rapider Anstieg der Fälle in NRWIn Kranenburg schlugen die Täter laut Polizei gegen 02.18 Uhr auf dem Parkplatz des Einkaufszentrums am Großen Haag zu. Die Wucht der Explosion zerstörte nicht nur den Automaten selbst, sondern auch die Außenhülle des frei stehenden Häuschens. Mitarbeiter der Gemeinde Kranenburg waren am Morgen und Vormittag damit beschäftigt, die weit auf dem Parkplatz verteilten Scherben aufzukehren. Die Kriminalpolizei sicherte zudem Spuren.

Kranenburg: Täter flohen auf Rollern Richtung Ortszentrum

Ob die Täter bei der Sprengung Geld erbeuteten ist derzeit noch unklar. „Zeugen sahen, wie zwei Täter auf einem Roller oder Krad Richtung Ortszentrum flüchteten. Wahrscheinlich war auch ein Pkw, also mindestens ein weiterer Täter, beteiligt. Die Täter flüchteten dann über den Hettsteeg in Richtung Niederlande“, sagte eine Polizeisprecherin auf NRZ-Nachfrage.

„Leider ist das nicht der erste Fall und wird auch nicht der letzte bleiben“, stellte Kranenburgs Bürgermeister Günter Steins fest. „Wir hoffen, dass der Automat möglichst schnell wieder aufgebaut wird.“

Sobald die Polizei den Tatort freigebe, werde die Sparkasse Rhein-Maas einen Gutachter beauftragen, der die Frage eines Neubaus prüfe, sagte Pressesprecher Ludger Braam. Zur Höhe des Sachschadens konnte er noch keine Auskunft geben. Nach der Sprengung steht den Sparkasse-Kunden in Kranenburg zum Geldabholen nur noch die Filiale auf der Großen Straße zur Verfügung. Nach sieben Automatensprengungen in den Jahren 2015 und 2016 war die Sparkasse Rhein-Maas bis zur aktuellen Tat verschont geblieben.

LKA: Zahl der Automatensprengungen in NRW ist rapide gestiegen

Laut Angaben des Landeskriminalamts (LKA) ist die Zahl der Geldautomatensprengungen in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr wieder rapide angestiegen – mit zum Teil ganz erheblichen Sachschäden. Mit den Sprengungen jetzt in Mülheim, Monheim, Dinslaken und Kranenburg zählte das LKA bereits 45 Fälle, darunter 26 Versuche. Zum Vergleich: 2019 waren es bis zum 24. März lediglich 15 Taten gewesen, darunter sechs Versuche.

Die Polizei prüfe einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Taten, sagte die Sprecherin. „Aktuell ist dies aber noch Spekulation.“ Hinweise zu verdächtigen Personen oder Beobachtungen nimmt die Kripo Kleve unter Telefon 02821/5040 entgegen. (nip, cfs und dum)

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