TÜV-Prüfung

TÜV-Station in Kleve stellte erhebliche Mängel fest

Alle zwei Jahre muss ein Auto zum TÜV.

Alle zwei Jahre muss ein Auto zum TÜV.

Foto: Lutz von Staegmann / FUNKE Foto Services

Kleve.  32,4 Prozent der in Kleve geprüften Autos mussten umgehend repariert werden. Zwei Autos wurden als völlig verkehrsunsicher eingestuft.

Insgesamt 51,8 Prozent der Autos, die im vergangenen Jahr an der TÜV-Station in Kleve von den Sachverständigen vor Ort auf Herz und Handbremse gecheckt wurden, hatten überhaupt keine Mängel. Das sei ein erfreuliches Ergebnis, so der TÜV in einer Presseerklärung. Zusätzlich fanden die Sachverständigen bei 15,7 Prozent nur geringe Mängel, sodass 67,5 Prozent sofort eine Plakette mit zwei Jahren Gültigkeit bekamen.

Erhebliche und gefährliche Mängel

Bemerkenswert sei aber auch die andere Seite dieser Plakette: Bei immerhin 32,4 Prozent wurden erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt. Sie mussten umgehend repariert werden, bevor nach einer Nachprüfung die Plakette auf das hintere Kennzeichen und das HU-Siegel in den Fahrzeugschein geklebt werden konnten. Als völlig verkehrsunsicher wurden zwei Autos eingestuft.

Der durchschnittliche PKW, der in Kleve geprüft wurde, war 10,2 Jahre alt und hatte mehr als 126.000 Kilometer auf dem Tacho. TÜV NORD-weit ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln jetzt wieder angestiegen. Diese Entwicklung ist in den Augen der Sachverständigen Beleg für die Notwendigkeit der unabhängigen und neutralen Hauptuntersuchung, die in der Regel alle zwei Jahre fällig ist und wegen der Fahrzeuge mit Mängeln in die Reparaturbetriebe geschickt werden.

Licht und Elektrik werden mitunter stiefmütterlich behandelt

Die Beleuchtungsanlage wird mit mitunter stiefmütterlich behandelt: In der Statistik liegt die Kategorie „Licht, Elektrik“ weit vorne. Und das, obwohl die Kontrolle der Beleuchtungsanlage und deren Reparatur in der Regel relativ einfach zu bewerkstelligen ist. Allerdings ist die Quote der erheblichen Mängel in diesem Bereich erneut gesunken. Daran hätten auch die Hersteller mit der Entwicklung von zuverlässiger und langlebiger Technik (z. B. LED-Licht) ihren Anteil, so der TÜV.

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“.

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