Einzelhandel

Uedem plant ein neues Einkaufszentrum am Handelshof

Hier auf dem Grundstück des früheren Handelshofs soll das neue Uedemer Einkaufszentrum entstehen.

Hier auf dem Grundstück des früheren Handelshofs soll das neue Uedemer Einkaufszentrum entstehen.

Foto: Klaus-Dieter Stade

Uedem.  Zwischen Boxteler Bahn und Bahnhofstraße sollen bis Ende 2021 Edeka und Aldi angesiedelt werden. Auch einen dm-Drogeriemarkt soll es geben.

Die 8000-Seelen-Gemeinde Uedem ist unterversorgt. So sehen es zumindest viele Einwohner mit Blick auf das Drogerieangebot. Für Parfüms, Salben und Pflaster müssen sie den Weg nach Goch antreten. Das aber könnte sich jetzt ändern: Die Verwaltung feilt an einem Großprojekt, das die Nahversorgung der Gemeinde verbessern soll. Der Name des Projekts lautet: „Einzelhandelsansiedlungen im Bereich zwischen Bahnhofstraße, Meursfeldstraße, Wellesweg und L 77“. Bisher befindet sich die Causa in der Bauleitplanung.

Für das ausgesuchte Areal an der Boxteler Bahn kündigen sich große Namen an: Edeka mit integriertem Backshop und Café, Aldi und dm-drogerie markt sollen sich ansiedeln und gemeinsam als Einkaufszentrum funktionieren. „So ist das heute nun einmal: Kunden wollen mit einem Gang alle Einkäufe erledigen. Diesem Wunsch werden wir künftig entsprechen können“, sagt Bürgermeister Rainer Weber.

Edeka, Aldi und dm sollen angesiedelt werden

Bisher umfasst das Lebensmittelangebot in Uedem einen Edeka-Markt an der Bahnhofstraße, einen Netto-Discounter an der Lohstraße sowie einen Aldi-Markt an der Weezer Straße. Hinzu kommt der Bauernmarkt Lindchen im Außenbereich der Gemeinde. Schon seit geraumer Zeit streben Aldi und Edeka eine Erweiterung ihrer Flächen an. „Sie wollen unbedingt größer werden. Allerdings sind auf ihren Grundstücken keine Flächenpotentiale mehr vorhanden. Daher planen wir eine Umsiedlung“, sagt Weber.

Entstehen soll ein neues Nahversorgungszentrum am Wellesweg. Während der Aldi-Markt im Zuge der Erweiterung von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche auf rund 1100 erweitert werden soll und der Edeka-Markt von heute rund 1200 auf rund 1450, ist für den Drogeriemarkt eine Gesamtverkaufsfläche von rund 650 Quadratmetern geplant. Bisher werden die Flächen am Wellesweg landwirtschaftlich genutzt, die baulichen Strukturen liegen brach. So würde der ehemalige Handelshof, die Kfz-Werkstatt und ein Wohngebäude an der Bahnhofstraße abgerissen werden. Bürgermeister Weber erklärte, dass zeitnah die Bürgerbeteiligung einsetzen und der angepasste Flächennutzungsplan vom Rat genehmigt werden soll.

Die Schoofs-Gruppe soll das Projekt angehen

Vorangetrieben wird die Realisierung von der Schoofs-Gruppe. Bis das Projekt fertiggestellt ist, dürfte es allerdings dauern. „Das wird noch ein langer Prozess. Ich halte es für realistisch, dass das Einkaufszentrum bis Ende 2021 steht“, sagt Rainer Weber. Für ihn wäre die Realisierung auch die Einlösung eines Wahlkampfversprechens. Schließlich hatte er 2015 erklärt, sich für Uedem einen Drogeriemarkt zu wünschen. „So etwas brauchen wir hier dringend“, hatte er damals dargelegt.

Dem schließt sich auch SPD-Fraktionsvorsitzender Jörg Lorenz an: „Dieser Drogeriemarkt ist für unsere Gemeinde von großer Bedeutung. Darauf haben wir lange gehofft.“ Zwar hätte die SPD es, wie alle anderen im Rat vertretenen Fraktionen auch, goutiert, wenn die Einzelhandelsfläche im Zentrum eingerichtet worden wäre, allerdings stünden dort schlichtweg keine passenden Grundstücke zur Verfügung. Zusätzlich soll östlich des Nahversorgungszentrums auf einer Fläche von rund 5,6 Hektar das Wohngebiet „Mörsfeld“ entwickelt werden.

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