Schulsanierung

Baustelle an Sekundarschule: Handwerker rücken einfach ab

Nach nur wenigen Tagen haben Handwerker ihre Arbeit an der Sekundarschule Olpe niedergelegt. Die Baugerüste stehen nach wie vor.

Nach nur wenigen Tagen haben Handwerker ihre Arbeit an der Sekundarschule Olpe niedergelegt. Die Baugerüste stehen nach wie vor.

Foto: dpa

Olpe.  Eine Firma hat an der Sekundarschule Olpe Mängel hinterlassen. Die Handwerker, die diese jetzt beheben sollten, haben sich aus dem Staub gemacht.

Das Gebäude I der Sekundarschule Olpe ist seit fast neun Wochen eingerüstet, um das Wärmedämmverbundsystem zu erneuern. Doch einen Handwerker sucht man dort seit langem vergeblich. Die beauftragte Fachfirma aus Thüringen ist nach anfänglichen Arbeiten wieder abgerückt und ward seitdem nicht mehr gesehen. Nun liegt die Stadt Olpe mit dem Handwerksbetrieb im Clinch. Ein Anwalt wurde eingeschaltet.

Besonders ärgerlich ist die Situation für die Stadt, weil die Firma, die das Wärmedämmverbundsystem 2011 installiert hatte, ihrerseits unsauber gearbeitet und mehrere Schäden verursacht hatte. Die Stadt ist vor Gericht gezogen, bekam Recht und wurde teilweise entschädigt. „Die Putzoberflächen sind nicht gut geworden, aber es geht vor allem um die Bauwerksanschlüsse an Fenstern und Türen. Da gibt es etliche Mängel und die hat auch ein Gutachter festgestellt“, ärgert sich Bernd Sundermann vom Amt für zentrale Gebäudebewirtschaftung.

Handwerker lassen die Arbeit liegen

Die Fachfirma, die nun mit der Behebung der Mängel, die die erste Firma zu verantworten hatte, beauftragt wurde, war mit der Vorgehensweise der Stadt allerdings nicht einverstanden. „Sie hatten Probleme in puncto Brandriegel, der Verbund zum Untergrund sei nicht ausreichend gewesen. Aber unser Sanierungsvorschlag sieht vor, mittels Schauminjektionen diesen Verbund herzustellen. Deswegen verstehen wir die Einwände nicht“, sagt Sundermann. Und selbst wenn das nicht klappen sollte, könne man mit der Firma über einen Plan B reden, so Sundermann. „Aber die Firma kommt ja gar nicht erst, das ist das Problem. Wir können sie nicht zur Baustelle zerren.“

Stadt schaltet Anwalt ein

Mittlerweile geht die Stadt anwaltlich gegen die Fachfirma vor. Stellen sich die Handwerker weiter stumm, könnten erhebliche Schadenersatzforderungen auf sie zukommen. „Ich kann nicht sagen, wie’s ausgeht. Ich habe den Wunsch, dass wir uns einig werden und zu einem guten Ergebnis kommen“, hofft Bernd Sundermann. „Aber es kann sein, dass wir im Oktober unverrichteter Dinge dort abrüsten müssen. Dann klagen wir natürlich auf Schadenersatz.“

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