Tierschau

Wendener Kirmes: Tausende Besucher bei der Tierschau

"Brendy" aus Erndtebrück ist die "Miss Wenden 2019". Sie wird geführt von Iris Böhl und gehört der GbR Böhl-Melbach aus Erndtebrück. Rechts Preisrichterin Christina Rueben, links Preisrichter Reinhard Bürger-Grebe. 

"Brendy" aus Erndtebrück ist die "Miss Wenden 2019". Sie wird geführt von Iris Böhl und gehört der GbR Böhl-Melbach aus Erndtebrück. Rechts Preisrichterin Christina Rueben, links Preisrichter Reinhard Bürger-Grebe. 

Foto: Roland Vossel / WP

Wenden.  40 Aussteller präsentierten 200 Tiere bei der Wendener Tierschau. Es war rappelvoll im Wendebachtal. „Miss Wenden“ wurde die Kuh „Brendy“.

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Es war eine Tierschau wie aus dem Bilderbuch. Bei Kaiserwetter war sie die Krönung der 268. Wendener Kirmes. 40 Aussteller sorgten mit 200 Tieren für ein rappelvolles Wendebachtal. Dichtgedrängt standen die Besucherinnen und Besucher am Wertungsring und schauten zu, wie die Vierbeiner unter den strengen Augen der Preisrichter über den Laufsteg marschierten. Um es auf den Punkt zu bringen: Bei der Wendener Tierschau war der Bär los.

„Brendy“ ist „Miss Wenden“

Um 12 Uhr mittags ging es um die Wurst, als die Entscheidung fiel, welche Kuh „Miss Wenden“ wird. Die Jury krönte dabei „Brendy“ aus Erndtebrück, die von Iris Böhle durch den Wertungsring geführt worden war. „Sie hat für mich heute das beste Euter der Schau. Diese Kuh strahlt viel Weiblichkeit aus. Ihre Beine sind schön parallel, sie hat eine edle Kopf- und Halspartie und eine große, lange Rippenpartie. Sie verkörpert fast alles das, was wir heute hier von den Kühen erwartet haben“, war Preisrichter Reinhard Bürger-Grebe fasziniert von „Brendy“. Auch Preisrichterkollegin Christiane Rueben schwärmte: „Diese Kuh hat uns von Anfang an begeistert.“ „Brendy“ war zuvor auch zur Siegerkuh alt gewählt worden. „Zooma“ aus der GbR Zielenbach (Hillmicke) wurde Siegerkuh jung.

Erstmals drei Jungzüchter dabei

87 Meldungen beim Milchvieh sorgten für eine attraktive Tierschau. Zudem waren 57 Pferde sowie 17 Schafe und zwei Ziegen am Start. „Das sind hervorragende Kühe im Ring. Die haben nur einen Fehler. Die müssten mir gehören“, meinte Josef Kotthoff von der Rinderunion West. Der Mescheder forderte Applaus für „die älteste Dame“ der Tierschau: Santana aus dem Stall von Michael Richard (Lennestadt). Die imposante Lebensleistung der fast neunjährigen Kuh: 71.000 Klio Milch und sieben Kälber.

Auch eine Premiere gab es bei der Tierschau: Erstmals waren drei Jungzüchter dabei. Hier triumphierte „Oreo“, in den Ring geführt von der 17-jährigen Mara Leineweber aus Wenden. „Sie hat eine optimale Kopfhaltung. Egal, wo ich hingehe, sie schaut mir immer nach“, lobte Christina Rueben das aufmerksame Kalb. Preisrichter Reinhard Bürger-Grebe aus Korbach war begeistert über die große Resonanz bei der Wendener Tierschau: „Ich bin beeindruckt, dass heute so viele Zuschauer hier sind.“

Publikumsmagnet „Kind mit Kalb“

Ein Publikumsmagnet war wieder der Wettbewerb „Kind mit Kalb“, bei dem 12 Landwirte in spe mit von der Partie waren. Dabei erwiesen sich einige Kälbchen bisweilen ein bisschen wie störrische Esel. Doch die Nachwuchszüchter zogen die Leinen an und hatten alles im Griff. Am Ende gab es nur Sieger. Als Belohnung für ihren Auftritt erhielten alle 12 Teilnehmer von Paul Sieler, Leiter der Sparkasse Wenden, einen mit Süßigkeiten gefüllten Pokal.

Bürgermeister Bernd Clemens und Sebastian Leineweber, 1. Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Lokalvereins für die Gemeinde Wenden, betonten mittags im Festzelt, dass Kirmes und Tierschau untrennbar zusammen gehören. „Kirmes und Tierschau sind ein Wahrzeichen der Gemeinde Wenden“, sagte Bürgermeister Clemens.

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