Olper Beff

Das geheime Rezept des Olper Beff

Der ehrenamtliche Mitarbeiter Josef Schröder aus Olpe kennt das geheime Beff Rezept und teilt dieses mit den Bewohnern des Caritas-Seniorenhaus Olpe. 

Der ehrenamtliche Mitarbeiter Josef Schröder aus Olpe kennt das geheime Beff Rezept und teilt dieses mit den Bewohnern des Caritas-Seniorenhaus Olpe. 

Foto: Riem Karsoua / WP

Olpe.  Wenn im Olper Schützenfest ansteht, darf eine Sache nicht fehlen: Das traditionelle Olper Beff. Gemeinsames Kochen im Seniorenzentrum Olpe.

Auf dem Teller angerichtet, sieht es aus wie eine einfache Frikadelle mit Soße. Das ist es im Grunde auch: Das Olper Beff. Für die Olper schmeckt es aber noch sehr viel besser als eine normale Frikadelle und darf vor allem beim Schützenfest nicht fehlen.

Auch im Caritas-Seniorenhaus Olpe wird der Veranstaltung sehnlichst entgegen gefiebert. „Alle Leute lieben das Schützenfest – vor allem die Älteren“, weiß auch der ehrenamtliche Mitarbeiter des Caritas Zentrums Olpe, Josef Schröder. Er kennt das geheime Beff-Rezept und teilt sein Wissen sowie die ein oder andere Anekdote zu dem Gericht mit den Bewohnern.

Früher war Olper Beff Resteverwertung

„Der Grund, warum viele sagen, dass das Beff heute nicht mehr so schmeckt wie damals, liegt vor allem daran, dass es früher eine Art „Resteverwertung“ war“, erklärt der Mitarbeiter.

Damals habe das Beff überwiegend aus Fett und Muskelfasern bestanden. Heute werde gemischtes Hackfleisch verwendet.

„Was das Gericht aber so besonders macht, ist die Ochsenschwanzsuppe“, verrät der 65-Jährige. „Wenn ich die Soße jedoch frisch zubereiten würde, bräuchte ich zwei Tage“, lacht er.

Denn dafür müsste man den Ochsenschwanz zerteilen und in Rotwein einlegen. Anschließend müsste es noch stundenlang vor sich hin köcheln, bevor das Beff hinzugegeben werden kann.

Deshalb greift der Koch zu einer Alternative: Zur Soße aus der Dose.

„Außer der Mayonnaise, für die frische Eier notwendig wären, ist hier alles frisch. Schnittlauch und die Liebstöckel, die auch als Maggie bekannt sind, kommen direkt aus meinem Garten“, versichert er.

Zehn Bewohner begeben sich in die hauseigene Küche. Dekoriert ist der Tisch mit kleinen Fahnen in grün und weiß, in den gleichen Farben wie die Servietten – passend zum Olper Schützenfest.

Darauf platziert sind die Zutaten - unter anderem auch zwei verschiedene Sorten Kartoffeln. Die eine werde für den Kartoffelsalat geschält und geschnitten.

Die andere für das Beff gerieben und anschließend in die Hackfleischmischung vermengt, erklärt Schröder die Arbeitsschritte.

Bevor es mit der Arbeit losgeht, darf eine Sache für die fleißigen Helfer nicht fehlen: Ein kühles Bier. Anschließend werden noch die Hände desinfiziert und die Arbeit beginnt.

Die einen schälen die Zwiebeln, während sich die anderen an die Kartoffeln und den Schnittlauch machen. Schröder schaut allen über die Schulter und leistet gemeinsam mit den Betreuerinnen Hilfe, wenn diese benötigt wird.

Schon als Kind gerne gekocht

Aufgewachsen mit vier Brüdern, entdeckt Josef Schröder schon früh die Liebe zum Kochen. „Ich habe schon als Kind gerne gekocht. Meine Brüder sind da anders. Wenn ich nicht gekocht hätte, wären meine Brüder bestimmt verhungert“, lacht der 68-Jährige.

Ob nun für das Deutsche Rote Kreuz, den Schwimmverein seiner Kinder oder für den Kolpingverein – schon seit Jahren kocht Schröder bei unterschiedlichen Veranstaltungen.

Und auch im Seniorenheim soll es nicht das letzte Mal gewesen sein.

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