Bauvorhaben

Gemeinde-Grundstück in Frielentrop soll hergerichtet werden

Um das rot eingezeichnete Grundstück geht es. Hier möchte die Gemeinde das Gelände schnellstmöglich anfüllen (lassen).

Um das rot eingezeichnete Grundstück geht es. Hier möchte die Gemeinde das Gelände schnellstmöglich anfüllen (lassen).

Foto: atillenburg

Finnentrop.   Abschüssiges Grundstück im Industriegebiet Frielentrop könnte durch die Firma Kauth angefüllt werden. Anwesen befindet sich im Gemeinde-Eigentum.

Das Vorhaben hatte Anfang des Jahres für Wirbel bei Anwohnern und Unternehmern aus dem Industriegebiet Frielentrop gesorgt: Ein Gewerbetreibender aus Finnentrop war mit dem Wunsch auf die Verwaltung zugekommen, an der Kalkofenstraße, unterhalb der Firma Kauth, ein im Gemeinde-Eigentum befindliches Grundstück (rund 7700 Quadratmeter) zu erwerben und dort zumindest sporadisch eine sogenannte Brecheranlage zu betreiben (wir berichteten mehrfach).

Es formierte sich nach Bekanntwerden dieses Vorhabens massiver Widerstand in der Bevölkerung und bei den ansässigen Betrieben, die sich wegen der Lärm- und Staubbelastungen dieser Anlage sorgten.

Bauantrag zurückgezogen

In der Zwischenzeit ist es sicherlich auch durch den öffentlichen Druck dazu gekommen, dass besagter Unternehmer, der das abschüssige Grundstück im Falle eines Erwerbs selbstständig angefüllt hätte, seinen Bauantrag zurückgezogen hat. Um nun keine Zeit zu verlieren und das Grundstück, eine der letzten freien Flächen in Frielentrop, weiteren Interessenten schmackhaft zu machen, plant die Gemeinde, die notwendige Anfüllung des Areals selber vorzunehmen, um hinterher ein fertiges Grundstück veräußern zu können.

Das hierfür notwendige Material könnte die Gemeinde von der Firma Kauth bekommen, die kurz davor steht, mit dem Bau einer weiteren Halle, genauer gesagt eines kleinen Logistikzentrums, zu beginnen. Laut Werksleiter Otto Hoffmann soll es im November bezugsfähig sein. Der Bodenaushub könnte daher direkt zur Anfüllung des angrenzenden Gemeindegrundstückes genutzt werden.

„Die Firma würde sich dabei weite Wege der Entsorgung sparen“, wirbt Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß für diese „win-win-Situation“. Laut Sitzungsvorlage für den Bauausschuss kommende Woche (Donnerstag, 23. Mai) würde über die Anfüllung mit dem Unternehmen ein Gestattungsvertrag geschlossen, der unter anderem die Art der Verdichtung, die Höhe der Anfüllung und den Einbau von Fremdmaterial enthält.

Ebenso würde dieses Vorhaben, das Kauth durch einen Dritten umsetzen würde, gutachterlich begleitet. „Es ist uns extrem wichtig, dass das Gelände ordnungsgemäß angefüllt wird“, betont Heß. Auf die Frage, ob die Firma Kauth vielleicht selber ein dauerhaftes Interesse an dem Grundstück habe, ließ Hoffmann durchblicken: „Auf lange Sicht ist das durchaus vorstellbar.“ Unabhängig davon ist Finnentrops Bauamtsleiter Uli Hilleke überzeugt: „Um das Gelände mache ich mir wenig Sorgen. Wenn es hergerichtet ist, wird es Anfragen geben.“

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben