Versammlung

Grünes Licht für das Projekt „taverne 1313“ in Rahrbach

Der Vorstand von „Rahrbach 1313“ um den Vorsitzenden Sebastian Schöpf (5.v.l) und seinem Stellvertreter Markus Limper (links) kann mit dem Bau der „Taverne 1313“ beginnen.

Der Vorstand von „Rahrbach 1313“ um den Vorsitzenden Sebastian Schöpf (5.v.l) und seinem Stellvertreter Markus Limper (links) kann mit dem Bau der „Taverne 1313“ beginnen.

Foto: Michael Meckel / WP

Rahrbach.  Bei einer Enthaltung stimmten die Mitglieder des Dorfvereins für die „taverne 1313“. Der Umbau des Gewöbekellers kostet 306.000 Euro.

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Die Erfolgsstory geht weiter. Quasi einstimmig gaben die 70 anwesenden Mitglieder des Dorfvereins Rahrbach 1313 ihrem Vorstand grünes Licht, das Projekt „taverne 1313“, das heißt den Umbau des historischen Gewölbekellers im ehemaligen „Rahrbacher Hof“ in Angriff zu nehmen.

Seit dem 17. Mai betreibt „Rahrbach 1313“ die „taverne 1313“ im Erdgeschoss desselben Gebäudes. Dessen neuer Besitzer und Ortsvorsteher Christian Jung bietet dem Dorfverein an, die vorhandenen Räumlichkeiten zu nutzen.

Regelmäßige Events

Das mit großem Erfolg. Sebastian Schöpf, 1. Vorsitzender von „Rahrbach1313“ ließ das ereignisreiche Jahr mit Stolz Revue passieren: „Seit der Eröffnung begeistert die „taverne 1313“ die Rahrbachtaler und sämtliche Gäste. Es gibt drei wöchentliche Öffnungstage sowie regelmäßige Events, darunter Livekonzerte heimischer Bands und Interpreten. Ein zünftiges Oktoberfest war nur eines der vielen Highlights. Kickern, Steel-Dart und E-Dart werden von Jung und Alt kräftig in Anspruch genommen. Alle Altersklassen sowie Stammtische sind jede Woche in immer wieder anderer Zusammensetzung vor Ort. Geschlossene Gesellschaften waren vielfach herzlich willkommen. Es freut mich besonders, dass unsere Taverne auch außerhalb von Rahrbach immer wieder ein Thema ist.“

Bis zum heutigen Tage habe die „taverne 1313“ mit einer positiven Bilanz abgeschlossen. Von Anfang an war klar, die Taverne irgendwann in ihren eigentlichen Ort, den historischen Gewölbekeller, umziehen zu müssen – oder bei Ablehnung eben nicht. Für dieses weitere Vorgehen benötigte der Vorstand von „Rahrbach 1313“ die Zustimmung des Vereins.

Umbau des Gewölbekellers

Zunächst stellte Sebastian Schöpf das Projekt ausführlich vor. Das Gewölbe ist mehr als 150 Quadratmeter groß und hat Platz für rund 50 Sitz- und viele Stehplätze geben. Was den Rahrbachern besonders unter den Nägeln brannte: Was kostet das Projekt „Umbau des Gewölbekellers“?

Die Antwort für die Gesamtkosten: rund 306.000 Euro, wovon rund 195.000 Euro gefördert werden. Von der Bezirksregierung Arnsberg kommen insgesamt 165.000 Euro durch das „Förderprogramm Dorferneuerung 2019“, 30.000 Euro gibt es von der Gemeinde Kirchhundem. Durch „unbare Eigenleistung“ sind rund 53.000 Euro einzubringen, bestehend aus 3.550 Eigenleistungs-Stunden à rechnerischen 15 Euro. Dann verbleiben 58.000 Euro, die von den Rahrbachern zu beschaffen bzw. zu finanzieren sind.

Es wurde diskutiert, wie das geschehen sollte, zum Beispiel über Kredite, Darlehen und Haussammlungen. Es gab auch warnende Worte, das Risiko könne zu groß sein. Sebastian Schöpf und Christian Jung bedankten sich besonders für die kritischen, berechtigten, konstruktiven Worte. Sebastian Schöpf appellierte für eine Zustimmung, nachdem einige Punkte sofort vor Ort geklärt werden konnten und andere in den nächsten Wochen ohnehin zur Klärung anstehen: „Ohne Zustimmung ist hier auf absehbare Zeit Schluss. Sicher ist es ein Risiko. Aber das ist eine einmalige Chance, die Taverne zu verwirklichen. Das müssen wir auch im Interesse unserer Kinder machen.“

Bauarbeiten bis Dezember 2021

Schöpfs Appell schloss sich unter anderem Volker Schlüngermann, 1. Vorsitzender des Schützenvereins, an: „Ich bin 1000-prozentig davon überzeugt, dass wir es schaffen werden. Der Vorstand von Rahrbach 1313 hat eine super Vorleistung erbracht und sich reingekniet, was das Zeug hält. Jetzt müssen wir es auch durchziehen. Wenn wir uns diese einmalige Chance durch die Lappen gehen lassen, wären wir die Lachnummer der Nation.“

Und auch CDU-Gemeinderatsmitglied Horst-Dieter Nathe bat um Zustimmung: „Ich glaube, 58.000 Euro ist eine überschaubare Summe, bei der man nicht zusammenzucken muss.“

Der Pachtvertrag für die Taverne im Gewölbekeller läuft über zwölf Jahre. Der Umzug erfolgt nach Fertigstellung Nachdem die Freigabe nun erteilt ist, werden in der nächsten Sitzung ein detaillierter Projekt- und Zeitplan vorgestellt. Die Dauer der Bauarbeiten werden nach Start in Quartal 04/2019 bis ca. Dezember 2021 andauern.

„Als Ortsvorsteher lobe ich den Vorstand Rahrbach 1313 für das enorme Engagement und den weiteren infrastrukturellen Schritt für das Rahrbachtal. Als Eigentümer erwarte ich eine kristallklare, qualifizierte Kassenprüfung von mehr als den vereinsüblichen zwei Kassenprüfern über die gesamte Bau- und Pachtphase. Bei der Gelegenheit: Gerüchte und Sorgen gehören offen ausgesprochen. Dazu stehen der Verein und ich jederzeit zur Verfügung“, sagte Christian Jung.

Am Ende überzeugte die Idee. Alle anwesenden Mitglieder von „Rahrbach 1313“ stimmten – mit einer politisch korrekten Enthaltung des Eigentümers – dem Projekt zu.

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