Heimatcheck

Gute Note für Drolshagen: Faire Politiker statt Parteigezänk

Im Drolshagener Rathaus dürfte gute Stimmung herrschen angesichts der guten Noten für Stadtverwaltung/Kommunalpolitik.

Im Drolshagener Rathaus dürfte gute Stimmung herrschen angesichts der guten Noten für Stadtverwaltung/Kommunalpolitik.

Foto: WP

Drolshagen.  Drolshagens erhält beim Heimatcheck die Bestnote für Kommunalpolitik und Stadtverwaltung. Was läuft in Drolshagen besser als anderswo?

Nirgendwo im Kreis Olpe bewerten die Menschen die Arbeit von Kommunalpolitik und Stadtverwaltung so gut wie in Drolshagen. Ein nachvollziehbares Ergebnis findet Dr. Peter Vitt im Interview:

Ist die gute Note für Politik und Stadtverwaltung in Drolshagen aus Ihrer Sicht gerechtfertigt?

Während anderweitig Rathäuser abgerissen werden, sitzt die Drolshagener Verwaltung teils im alten Rathaus von 1903, teils in dem noch erhaltenen Teil des Klosters aus dem 18. Jahrhundert. Das Sparen hat sich fortgesetzt und seit einigen Jahren kann hier erfreulicherweise ein ausgeglichener Haushalt vorgelegt werden. Um dies zu erreichen und beizubehalten, stand und steht eine sparsame Haushaltspolitik im Vordergrund, die von Rat und Verwaltung getragen wird. Die Verwaltung arbeitet effizient und die Mitarbeiter aller Ebenen sind höflich und hilfsbereit – kurz gesagt bürgernah. Selbst Bürgermeister und Kämmerer haben in ihren Büros für die Bürger das Prinzip der offenen Türe. Für mich als Historiker sind die Kontakte mit dem Bürgermeister, dem Archiv und dem Standesamt von besonderer Bedeutung. Auch hier erfahre ich immer wieder schnelle Unterstützung.

Gibt es Bereiche, in denen im Rathaus und dem Parlament besonders gut gearbeitet wird?

Man hat den Eindruck, dass Rat und Verwaltung gut und lösungsorientiert zusammenarbeiten und bei den Entscheidungen nicht so sehr die Parteipolitik mit zementierten Lagern priorisiert wird, sondern im Vordergrund ein faires Miteinander steht. Sicher ist es in einer Flächengemeinde mit 56 Ortschaften nicht immer einfach, den Ausgleich zwischen Stadt und Land hinzubekommen, aber die Entwicklung unserer lebens- und liebenswerten Gemeinde wird in Anpassung an die finanziellen Rahmenbedingungen weiterbetrieben.

Wo hapert es noch, wo besteht Verbesserungsbedarf in der Beziehung Bürger auf der einen und Politik/Verwaltung auf der anderen Seite?

Der Verwaltung wäre zu wünschen, dass man an einem einzigen Standort statt in vier Häusern arbeitet. Sowohl für die internen Abläufe wie auch für den Bürger wäre eine Konzentration mit kurzen Wegen einfacher. Stadteigene, zentral gelegene Baugrundstücke für solch ein Projekt wären vorhanden.

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