Körperverletzung

Hundebisse in Hofolpe: Staatsanwaltschaft Siegen ermittelt

Zwei Altdeutsche Hütehunde - hier ein Symbolbild - haben am 29. Juli zwei Neunjährige in Hofolpe attackiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Halterin wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Zwei Altdeutsche Hütehunde - hier ein Symbolbild - haben am 29. Juli zwei Neunjährige in Hofolpe attackiert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Halterin wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Foto: Matthias Balk / dpa

Hofolpe.  Nach den Hundebissen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Körperverletzung gegen die Halterin. Die beiden Hunde müssen zum Wesenstest.

Jetzt ermittelt die Staatsanwaltschaft Siegen wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Hundehalterin, deren zwei Altdeutsche Hütehunde am 29. Juli dieses Jahres im Wald in Hofolpe zwei Neunjährige attackiert hatten. Die Kinder gehörten zu einer Feriengruppe der Freien Evangeliums-Christen-Gemeinde aus Mönchengladbach, die hinter der Schützenhalle in Hofolpe ihr Zeltlager aufgeschlagen hatte. Während der Junge glimpflich davon kam, erlitt die Neunjährige schwere Verletzungen durch Bisse in Beine, Arme, Rücken und Gesicht. Sie musste länger in der Kinderklinik Siegen operiert werden.

Laut Polizei war die 63-Jährige mit ihren beiden Hunden im Wald spazieren gegangen, als sie die Feriengruppe bemerkte. Nach ihren Angaben habe sie die Hunde noch anleinen wollen, doch die Hunde seien auf die Gruppe losgerannt.

Akte beim Rechtsanwalt

hundebisse in hofolpe- neunjähriger geht es laut vater gut Die Hundehalterin ist mittlerweile bei der Olper Polizei als Beschuldigte vernommen worden. Wie Polizei-Sprecher Michael Klein auf Anfrage dieser Zeitung mitteilte, ist der Fall an die Siegener Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Der Vater, der als Betreuer zur Kinder-Feriengruppe gehörte, habe der Polizei 14 Tage nach dem Vorfall mitgeteilt, dass seine Tochter auf einem guten Weg sei, so Klein.

Oberstaatsanwalt Patrick Baron von Grotthuss, Pressesprecher der Siegener Staatsanwalt, bestätigte, dass der Vorgang am 10. Oktober eingegangen sei. Die Akte sei jetzt beim Rechtsanwalt der Frau, der bis Ende des Monats Stellung beziehen kann. „Die Frage ist, ob wir ein fahrlässiges Verhalten haben. Es geht darum, ob Leinenpflicht bestand. Außerdem muss jeder Hundehalter abschätzen, ob der Hund verträglich ist oder schon mal ungemütlich wird“, so Oberstaatsanwalt von Grotthuss.

Hunde zum Wesenstest

nach der hunde-attacke in hofolpe spricht eine psychologin

Die beiden Altdeutschen Hütehunde haben am 24. Oktober einen Termin zum Wesenstest im Kreisveterinäramt Olpe. Nach den Hundebissen hatte die Gemeinde Kirchhundem eine Ordnungsverfügung erlassen, so Ordnungsamtsleiter Rüdiger Henrichs. Auflagen sind Anleinzwang und Maulkorbpflicht der beiden sehr jungen Hunde, die noch kein Jahr alt sind. „Außerdem dürfen die Hunde nur voneinander getrennt ausgeführt werden“, sagte Henrichs.

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Man warte nun auf das Urteil der Ärztin beim Kreisveterinäramt nach dem Wesenstest am 24. Oktober, so der Ordnungsamtsleiter. „Sie wird uns empfehlen, ob Anleinzwang und Maulkorbpflicht weiterhin bestehen müssen oder nicht. Sie muss sagen, ob die Hunde gefährlich sind oder nicht. Aufgrund des Vorfalls haben wir das damals bejaht.“

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