Kindergartenneubau

Im DRK-Kindergarten in Biekhofen fehlt nur noch das Mobiliar

Das neue Team des DRK-Kindergartens in Biekhofen um Leiterin Birgit Struck (rechts, sitzend) sowie die DRK-Vorstände Daniel Gerk (rechts, stehend) und Torsten Tillmann (links, stehend).

Das neue Team des DRK-Kindergartens in Biekhofen um Leiterin Birgit Struck (rechts, sitzend) sowie die DRK-Vorstände Daniel Gerk (rechts, stehend) und Torsten Tillmann (links, stehend).

Foto: Flemming Krause

Biekhofen.   Am 1. Juli eröffnet der neue DRK-Kindergarten in Biekhofen. Neue Leiterin möchte teiloffenes Konzept durchsetzen. Ü-3-Plätze sind noch verfügbar.

Nummer sieben ist bezugsfertig. Zumindest von innen. Es fehlt nur noch das Mobiliar. Und natürlich die Spielgeräte für die kleinen Kinder. Ansonsten sind die Vorbereitungen für den neuen Kindergarten in Biekhofen an der Alfred-Schnüttgen-Straße weitestgehend getroffen. Es wird der siebte seiner Artsein, der sich in Trägerschaft des DRK-Kreisverbands Olpe befindet. Auf Kreisebene. Allein vier davon stehen auf dem Gebiet der Hansestadt. Ein wenig kann durch den Neubau der Mangel an verfügbaren Kita-Plätzen in Attendorn abgefangen werden.

Laut aktuellem Bedarfsplan des Kreises fehlen knapp 60 Plätze in der Hansestadt. Es gab auch Zeiten, da waren es mehr als 100. Gute Nachrichten vermeldet auch die Caritas: Sie hat im „AufWind“-Kindergarten durch einen Anbau Platz für eine weitere Gruppe geschaffen. Zudem laufen laut Kreisverwaltung weitere Planungen des DRK und der GFO zu Neu- bzw. Anbauten auf Attendorner Gebiet.

Am 1. Juli, einem Montag, empfangen nun die neue Leiterin Birgit Struck (53) und ihr etwa zehnköpfiges Team die ersten Sprösslinge in Biekhofen. Zunächst die U2-Kinder, also diejenigen, die ganz neu in die Kita kommen. „Sie brauchen etwas mehr Eingewöhnungszeit“, erklärt Torsten Tillmann, Vorstand des DRK-Kreisverbands Olpe, im Gespräch mit dieser Redaktion.

45 Kinder in zwei Gruppen

Einen Monat später stoßen schließlich die „Älteren“ dazu. Bis zu sechs Jahre alt. Aufgeteilt werden die 45 Kinder in zwei Gruppen: Eine U- und eine Ü3-Gruppe. Zehn Ü3-Plätze sind laut DRK noch frei. Zur Verfügung stehen Kindern wie Erzieherinnen etwa ein Gruppenraum, ein Schlafzimmer, ein Begegnungsraum, ein Differenzierungszimmer und ein breiter, offener und vor allem langer Flur. Alle Räume sind dabei mit großen Fenstern ausgestattet.

Eine Aufteilung, die den Vorstellungen von Struck, die zuvor zwölf Jahre den Kindergarten Villa Kunterbunt in Attendorn leitete, und ihren Mitarbeiterinnen bestens gefällt. Und zu ihrem Plan passt. Der, ganz grob gesprochen, auf einem teiloffenen Konzept basiert. Das heißt: „Den Kindern stehen alle Räumlichkeiten uneingeschränkt zur Verfügung. Sie brauchen auf der einen Seite Nähe, müssen auf der anderen Seite aber auch laufen gelassen werden“, sagt die 53-jährige Leiterin aus Attendorn und ergänzt: „Unsere Pädagogik basiert auf Vertrauen zwischen uns und den Kleinen. Wir bringen ihnen bei, dass sie unsere Regeln beachten müssen und wir ihnen dafür viele Freiräume bieten.“ Wichtig sei es in diesem Zusammenhang, Projektarbeiten durchzuführen, den Kindern entsprechende Angebote zur kreativen Entfaltung zu bieten und die Sprösslinge gezielt bei ihren Bedürfnissen abzuholen. „Wir setzen großen Wert auf das situationsorientierte Arbeiten und wollen die Sozialkompetenzen früh fördern. Die Kleinen werden lernen, wie sie Konflikte richtig austragen“, ergänzt Birgit Struck.

Schlichte Ausstattung der Räume

Die Ausstattung der Räume wird insgesamt dezent und schlicht ausfallen, oder wie Struck sagt: reizarm. „Wir werden unsere Räume nicht mit Möbeln zupflastern und die Wände auch nicht bunt bemalen.“ Viel mehr wolle man das ganze Haus schmücken mit den selbst gemalten, selbst gebastelten Werken der Kinder. Ähnlich wie im Inneren sollen auch die Außenflächen des neuen Kindergarten, wie Tillmann sagt, nicht mit Spielgeräten übersät werden. „Viel mehr planen wir eine große Sandspielfläche“, erklärt Struck. Profitieren werden die Kinder später auch von dem kleinen Spielplatz, der in unmittelbarer Nachbarschaft entsteht. Wie dieser ausgestattet wird und wann er eröffnet, steht indes noch nicht fest.

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