Kundgebung

Kinder in Lennestadt fordern: „Hände hoch für unsere Rechte“

Mehr als 250 Kinder setzen vor dem Rathaus ein beeindruckendes Zeichen für die Wahrung der Kinderrechte, die weltweit oft mit Füßen getreten werden. 

Mehr als 250 Kinder setzen vor dem Rathaus ein beeindruckendes Zeichen für die Wahrung der Kinderrechte, die weltweit oft mit Füßen getreten werden. 

Foto: Isabell Kristes / WP

Lennestadt.  Fast 300 Kinder, Erzieher und Lehrer demonstrierten am Mittwoch vor dem Rathaus in Lennestadt für die Wahrung der Kinderrechte.

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Die Hände heben für die Kinderrechte, das haben sich Bürgermeister Stefan Hundt, Schulbereichsleiter Thomas Meier, der Vorsitzende des Arbeitskreises Integration, Nedim Kalembasi, zusammen mit der Arbeitsgemeinschaft der Kindergärten und Schulen in der Stadt Lennestadt (AG) auf die Fahnen geschrieben. Auf dem Rathausplatz bot sich am Mittwochvormittag ein überaus buntes Bild.

30 Jahre UN-Konvention

Die AG hatte anlässlich des 30. Jahrestags der UN-Kinderrechtskonvention eine vorbildliche Aktion ins Leben gerufen. Mehr als 250 Kinder, Erzieher und Lehrer sowie interessierte Mitbürger hatten sich versammelt, um die Unterzeichnung der Vereinbarung zu feiern und sich Gehör zu verschaffen.

Dazu hatten die Kindergärten Handabdrücke gestaltet, die sie mit großer Freude an den Bäumen am Rathausvorplatz befestigten. Auch die von den Grundschulen gestalteten Plakate mit den zehn wichtigsten Kinderrechten fanden am Rathaus einen adäquaten Platz.

Bürgermeister Stefan Hundt hob hervor, dass die vor 30 Jahren vereinbarten Regeln eine wichtige Grundlage seien, die es gelte zu leben und fortzuführen. „Wir wollen heute ganz laut werden hier auf dem Rathausplatz“, so der Bürgermeister. Er ermutigte die Kinder auf ihre Rechte aufmerksam zu machen.

Musikalische Unterstützung

Für die richtige Lautstärke und musikalische Untermalung sorgte der Kinderchor der St. Agatha Grundschule Altenhundem unter der Leitung von Christa Maria Jürgens. Alle Kinder und Erwachsenen stimmten mit ein. Hundt stellte heraus, dass die Stadt Lennestadt als familiengerechte und damit auch kindgerechte Kommune den Prozess immer stark unterstützen werde. Er bedankte sich bei der Arbeitsgemeinschaft für ihr nachahmenswertes Engagement. „Ihr dürft „Nein“ sagen.“

Martina Beckmann, Leiterin des St. Marien-Kindergartens in Altenhundem, forderte die zahlreichen Kinder auf ihre Hände zu erheben, um zu signalisieren: „Wir haben Rechte“.

Demo ist nur der Anfang

Rebecca Friesekothen, Leiterin der Oene-Elspe-Tal-Schule, zeigte sich ebenfalls beeindruckt und lobte die Kinder: „Ihr habt heute den Anfang gemacht“. Damit es nicht bei der heutigen Veranstaltung bleibt, haben sich die Lennestädter Bildungseinrichtungen verpflichtet, die Kinderrechte auch in den nächsten Monaten zu thematisieren und kreativ zu präsentieren.

Dazu veranstalten die weiterführenden Schulen einen Wettbewerb, der dazu aufruft, die zehn bedeutendsten Regeln malerisch darzustellen. Diese finden dann in zehn Lennestädter Orten einen gut sichtbaren und prominenten Platz und soll so das Bewusstsein der Kinderrechte in unserer Gesellschaft festigen.

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