Besonderes Konzert

MK-Schüler musizieren zusammen mit Kindern aus dem Kosovo

Das Tranzit-Orchester mit ihrem Leiter Rustem Gashi (hinten links) und den Organisatoren Martin Lenz von Renovabis (vorne links), Schulleiter Fabian Borys (hinten), Ansgar Kaufmann und Projektleiter Bardhyl Metkamberi (beide hinten Mitte).

Das Tranzit-Orchester mit ihrem Leiter Rustem Gashi (hinten links) und den Organisatoren Martin Lenz von Renovabis (vorne links), Schulleiter Fabian Borys (hinten), Ansgar Kaufmann und Projektleiter Bardhyl Metkamberi (beide hinten Mitte).

Foto: Achim Pohl

Altenhundem.   Musikexperiment schafft einen Dialog auf Augenhöhe mit Kindern aus benachteiligten Minderheiten.

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„Das war ein wundervoller Abend, der die Lebensfreude und die Kraft der Musik deutlich machte.“ In dieser Einschätzung des Benefizkonzertes am Gymnasium Maria Königin waren sich Schulleiter Jan Fabian Borys und Martin Lenz vom Hilfswerk Renovabis einig und die fast 200 Zuhörer zeigten ihre Zustimmung immer wieder durch begeisterten Applaus.

Ein abwechslungsreiches Programm boten das „Loyola-Tranzit-Orchester“ aus dem Kosovo unter Leitung von Rustem Gashi im Zusammenspiel mit dem Schulorchester von Maria Königin unter Leitung von Frederik Linn. Mit kosovarischen Volksliedern und Eigenkompositionen erfreuten sie das Publikum genauso wie mit moderner Orchestermusik.

Viele Facetten der Musik

Auch die übrigen Mitwirkenden von der Junior-Band und der Big Band bis zu den Chorgruppen und Solosängern boten viele Facetten der Musik. So präsentierten Musiklehrer Hendrik Schörmann „I got plenty of nuttin“ aus „Porgy und Bess“ und Madeleine Wulff und Leah Hufnagel das Blumenduett von Leo Delibes. Die von Berthold Kresin geleitete Big Band und deren Sängerin Martha Ferreira-Seara sorgte für einen emotionalen Höhepunkt mit „My heart will go on“ und „Time after Time“. Ebenfalls mit Pop-Klassikern überzeugten der Vokalpraktische Kurs und die neu gegründeten MK-Singers.

Im letzten Teil des Konzertes brillierten noch einmal die beiden Orchester mit dem „Zigeunerbaron“, Liedern aus dem Kosovo, dem „Queens Park Medley“ und dem Cup-Song, bei dem die Jugendlichen aus dem Kosovo der Rhythmus in Verbindung mit einer tollen Choreographie vorgaben.

Moderiert wurde der Abend von den Schülerinnen Charlotte Assmann, Miriam Seidenstücker und Saranda Qyqalla, wobei letztere eine perfekte Übersetzung ins Albanische llieferte und so auch den Gästen aus dem Kosovo das Verstehen ermöglichte.

Informationen über Renovabis

Neben der Musik stand auch die Information über das Projekt „Loyola-Tranzit“ im Mittelpunkt des Abends. Martin Lenz erläuterte die Idee des Projektes, das von Renovabis gefördert wird. Im Kosovo sind vor allem Angehörige ethnischer Minderheiten der Roma und Ashkali vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen und leben oft in sehr schwierigen Zuständen. Das sozialpädagogische Zentrum „Loyola Tranzit“ sucht Antworten auf diese Probleme und entstand 2016 aus einer Initiative des Loyola-Gymnasiums in Prizren. Ältere Schülerinnen und Schüler begannen mit Besuchen in einer Ashkali-Siedlung in der Nachbarschaft der Schule. Daraus wurde ein Nachhilfeprojekt zunächst unter freiem Himmel. Gleichzeitig werden Jugendliche aus der Siedlung eingebunden und dürfen Verantwortung in der Kinderbetreuung übernehmen. Dies schafft Dialog auf Augenhöhe.

Teil des Projektes ist auch das fast vierzigköpfige Jugendorchester, das vier Tage lang in Jugendhof Pallotti und am Gymnasium Maria Königin zu Gast war. Der Leiter des Projekts Bardhyl Metkamberi und Freiwillige aus dem Projekt informierten auch in der Schule über die Situation im Kosovo und die Arbeit des Projektes. Zufrieden waren alle Beteiligten auch mit dem Erlös des Abends. „Musik überwindet Grenzen und verbindet Menschen, in unserem Fall Kinder und Jugendliche aus Deutschland und dem Kosovo. Dafür war dieser Besuch ein eindrucksvolles Zeichen,“ erklärte Schulleiter Borys.

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