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Stadtschützenfest Elspe: Ein Hoch auf die neuen Majestäten

Nach zwei sehenswerten Schießwettbewerben setzte sich André Korreck (Schützenverein Maumke) als neuer Stadtschützenkönig und Michael Voß (Schützenverein Oberelspe) als neuer Stadtjungschützenkönig durch. 

Nach zwei sehenswerten Schießwettbewerben setzte sich André Korreck (Schützenverein Maumke) als neuer Stadtschützenkönig und Michael Voß (Schützenverein Oberelspe) als neuer Stadtjungschützenkönig durch. 

Foto: Nicole Voss

Elspe.  Die Stadtkönigswürde geht an André Korreck vom Schützenverein Maumke. Michael Voß vom Schützenverein Oberelspe ist neuer Stadtjungschützenkönig.

Strahlende Majestäten, allen voran natürlich das neue Stadtkönigspaar André und Anja Korreck sowie Stadtjungschützenkönig Michael „Mivo“ Voß begleitet von ihren Hofstaaten und den Schützen bestimmten am gestrigen Sonntag das Bild in Elspe. Die Stimmung beim Festzug und bei der anschließenden Party in der Elsper Schützenhalle war prächtig. Das neunte Stadtschützenfest reiht sich nahtlos in die Riege der Gemeinschaftserlebnisse aller 14 Vereine des Stadtgebiets ein.

Ein spannendes Schießen

Schon bevor André Korreck am Samstag an der Vogelstange in Elspe den hölzernen Aar aus dem Kugelfang holte und sich mit seiner Frau Anja als neues Stadtkönigspaar der Stadt Lennestadt feiern ließ, zeigte sich der 43-Jährige siegessicher. Am Frühstückstisch teilte der Zerspanungsmechaniker unmissverständlich mit: „Ich bringe dat Dingen heute mit nach Hause.“

Ein Schießen mit Ansage, das für den Offizier des Schützenvereins Maumke schon im Jahr 2017 beim Königschießen im Maumke von Erfolg gekrönt war. Seinerzeit zierten sieben Schießmarken die Schützenkappe des angehenden Regenten. Am Samstag gab es nur eine. Der Vorsatz war gefasst und die Vorbereitungen schon getroffen. Königin Anja Korreck hatte das Kleid für den sonntäglichen Festzug bereits ausgewählt und bis zum gewissen Punkt stand einem mittelprächtig entspannten Vogelschießen nichts mehr im Wege.

Schnell zeigten die 41 Anwärter dem Wappentier im Kugelfang, dessen Flügel passend zum 50-jährigen Jubiläum der Stadt Lennestadt in den Stadtfarben grün und gelb sowie am Rumpf in den Elsper Farben blau und weiß strahlte, wo es lang geht. In der vorletzten Runde sah es schon so aus, als ob sich das Objekt der Begierde der amtierenden Könige und Majestäten der vergangenen fünf Jahre, die alle schießberechtigt waren, alsbald aus dem Kasten verabschieden würde. Auch André Korreck machte leicht resigniert deutlich: „Ich komme nicht mehr dran.“ Falsch gedacht. Trotz „Elfmeter“ schafften es die ihm folgenden Schützen nicht den finalen Schuss abzufeuern. In der alles entscheidenden Runde wurde es richtig spannend, als Ingo Hammerschmidt (König 2016 des Schützenvereins Meggen) traf und einen letzten Rest Rest im Kugelfang übrig ließ.

„Zwölfi“, wie der neue Regent von seinen Freunden und Bekannten genannt wird, holte sich das Reststück Holz. Königin Anja Korreck, die mit einer herzlichen Umarmung gratulierte und strahlte, sagte: „Wir sind König. Maumke ist König.“ Die Mitglieder des Schützenvereins Maumke, die auch mit stattlicher Abordnung mit von der Partie waren, ließen „ihre“ Majestät hochleben. Für die St. Sebastian Schützen, die im kommenden Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiern ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zum runden Geburtstag.

Gute Chancen

Kurz zuvor hatte Fritz Gräbener (König 2017 des Schützenvereins Oberelspe) gute Chancen das Double für Oberelspe zu holen, während genannter Schützenverein bereits den neuen Stadtjungschützenkönig Michael „Mivo“ Voß aus seinen Reihen feierte. Mit dem 190. Schuss holte sich der 25-Jährige die Trophäe nach einem zähen Ringen am Schießstand. Es ist gerade mal neun Monate her, als der Elektrotechniker schon einmal für Furore an einer Vogelstange sorgte. Mit 215 weiteren Bewerbern kämpfte Michael Voß im niederländischen Leudal um die Europaprinzenwürde und alle 80 mitgereisten Oberelsper drückten ihm die Daumen.

Der Oberelsper Jungschützenkönig des Jahres 2016 qualifizierte sich für die Endrunde der 25 Finalisten. Doch da spielte Fortuna nicht mit. Der Hobbyimker- Landwirt und Jäger musste sich geschlagen geben. Noch im Februar tauschte Michael Voß die Schützenkappe gegen die Narrenkappe und wurde als Oberelsper Prinz proklamiert. Das es am Samstag mit der Stadtjungschützenkönigswürde klappte kommentierte Michael Voß mit den Worten: „Ich bin total überrascht. Damit habe ich nicht gerechnet. Ich wollte heute viele Vögel abschießen, aber den eigentlich nicht.“ Während sich der neue Stadtjungschützenkönig erstmal „sammeln“ musste, waren die Oberelsper längst aus dem Häuschen.

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