Sprengung

Talbrücke Öhringhausen: Sprengung wird Schauspiel für alle

Die Talbrücke Öhringhausen wird vermutlich Ende April gesprengt. Karl-Josef Fischer, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßenbau, geht davon aus, dass Interessierte vom Gewerbepark Hüppcherhammer aus zusehen dürfen.

Foto: Josef Schmidt

Die Talbrücke Öhringhausen wird vermutlich Ende April gesprengt. Karl-Josef Fischer, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßenbau, geht davon aus, dass Interessierte vom Gewerbepark Hüppcherhammer aus zusehen dürfen.

Olpe/Drolshagen.   Die für Ende April angedachte Sprengung der maroden Brücke kann vermutlich von einer Anhöhe des Gewerbeparks Hüppcherhammer verfolgt werden.

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Wer sich für Sprengungen im Straßenbau interessiert, darf sich freuen: Der Pressesprecher des Landesbetriebs Straßenbau, Karl-Josef Fischer, deutete im Gespräch mit unserer Zeitung an, dass die Sprengung der Talbrücke Öhringhausen, die für Ende April vorgesehen sei, voraussichtlich von der Öffentlichkeit verfolgt werden könne. Fischer: „Wenn der Sprengmeister grünes Licht gibt, können wir uns vorstellen, dass sich Interessierte das Schauspiel von einer Anhöhe des Gewerbeparks Hüppcherhammer ansehen dürfen.“

Mees und Straßen- und Tiefbau

Nachdem bereits vergangenes Jahr feststand (wir berichteten), dass die Beton-Brücke über das Rosenthal wegen Rostanfälligkeit des Stahls erneuert werden muss, stehen die Verantwortlichen jetzt kurz vor dem Baustart.

Fest steht inzwischen, wer das Projekt stemmen wird: eine Arbeitsgemeinschaft, bestehend aus den heimischen Firmen Straßen- und Tiefbau (Kirchhundem) sowie dem Lennestädter Unternehmen Mees. Während Straßen- und Tiefbau vorwiegend für die Erdarbeiten und den Straßenbau zuständig ist, wird die neue Brücke von Mees gebaut. Bezüglich der Gesamtkosten für den Brücken- und Straßenbau (etwa 50 Meter auf beiden Seiten) hatte der Landesbetrieb im Vorjahr zwischen sechs und sieben Millionen Euro geschätzt, lag damit nah an der Realität: „Nach Auftragsvergabe steht fest, dass das Projekt rund 6,5 Millionen Euro kosten wird“, bestätigt Fischer.

Abkürzung Berlinghausen

Während der etwa zweijährigen Baustelle und der damit verbundenen Vollsperrung sind großräumige Umleitungen erforderlich. Jeder, der sich zwischen Olpe und Drolshagen mit dem Auto bewegt, wird mehr Zeit mitbringen müssen.

Dass Ortskundige verstärkt den Weg über Berlinghausen suchen werden, hofft Fischer nicht. Der überwiegende Teil der Einheimischen nutze bereits jetzt diese Abkürzung.

Drolshagens Bürgermeister Ulrich Berghof appelliert an die Vernunft der Verkehrsteilnehmer und bittet um Rücksicht, damit das Dorf Berlinghausen nicht über Gebühr belastet werde: „Ich hoffe, dass zahlreiche Autofahrer so vernünftig sind und den Weg über Berlinghausen nicht wählen.“ Auszuschließen sei allerdings nicht, dass das Dorf einer spürbar höheren Verkehrsbelastung ausgesetzt werde, und das für immerhin zwei Jahre: „Sollte das Überhand nehmen, ist der Landesbetrieb gefordert, Abhilfe zu schaffen.“

Bis Sommer große Umleitung

Erschwerend hinzu kommt eine Baumaßnahme des Kreises Olpe, der ein Teilstück der K 13 während der Brückenbaumaßnahme sanieren will. Dieses etwa 2,5 Kilometer lange Straßenstück zwischen der B 55 bei Wenkhausen und Essinghausen sollte die Umleitungsstrecke deutlich verkürzen. Bis zum Sommer dieses Jahres, so hofft Fischer, wolle der Kreis mit der Sanierung aber fertig sein.

Bis zu diesem Zeitpunkt gilt die große Umleitung. Sie führt - auf der Landkarte im Uhrzeigersinn - von der B 55 bei Hüppcherhammer durch Drolshagen hindurch, am zweiten Kreisverkehr rechts ab über die K 15 und K 16 Richtung Junkernhöh, dann wieder auf die K 13 Richtung Sondern und schließlich über die L 512 nach Olpe.

Fischer: „Das ist auch die offizielle Bedarfs-Umleitung für die A 45 im Falle eines Autobahn-Unfalles zwischen Olpe und Drolshagen.“

Info: Neue Brücke nur noch rund 15 Meter breit

Die Talbrücke Öhringhausen ist rund 130 Meter lang und etwa 23 Meter breit. Die neue Brücke wird schmaler, nach Fertigstellung nur noch 15 Meter breit sein. Die derzeitige längliche Verkehrsinsel in der Brückenmitte entfällt.

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