Musik-Talentshow

The Voice Kids: Eva Parassi blickt voller Dankbarkeit zurück

Die Attendornerin Eva Parassi (vorne) hat bei der Musik-Talentshow "The Voice Kids" mitgemacht und ist in den sogenannten „Battles" ausgeschieden. Sie verlor ihr Duell gegen ihre Konkurrenten Theresa (links) und Lazaros (rechts). Dieses Selfie ist in einem Berliner Kosmetik-Geschäft entstanden.

Die Attendornerin Eva Parassi (vorne) hat bei der Musik-Talentshow "The Voice Kids" mitgemacht und ist in den sogenannten „Battles" ausgeschieden. Sie verlor ihr Duell gegen ihre Konkurrenten Theresa (links) und Lazaros (rechts). Dieses Selfie ist in einem Berliner Kosmetik-Geschäft entstanden.

Foto: Eva Parassi

Attendorn.   Die Attendornerin ist zwar in den sogenannten „Battles“ ausgeschieden, doch als Verliererin sieht sich die Schülerin vom Rivius-Gymnasium nicht.

Am Sonntagabend zur besten TV-Zeit drückten nicht nur Freunde und Familie, sondern eine ganze Stadt vor dem Fernseher die Daumen: Die Attendornerin Eva Parassi (15) trat bei der Sat1-Musik-Talentshow „The Voice Kids“ (wir berichteten) in den sogenannten „Battles“ gegen ihre beiden Konkurrenten Theresa und Lazaros an. Klar war schon vorher: Nur ein Kandidat wird den Sprung in die nächste Runde, den sogenannten „Sing Offs“, die ebenfalls am Sonntag ausgestrahlt wurden, schaffen. Wer die Sendung verfolgte, der weiß: Der 15-jährige Schülerin vom Rivius-Gymnasium blieb der Traum vom Finaleinzug verwehrt.

Eine Niederlage? Mitnichten. Das macht die junge Frau im Gespräch mit dieser Redaktion unmissverständlich deutlich: „Ich bin überhaupt nicht traurig, es war eine unglaublich schöne Zeit, die mein Leben geprägt hat und es auch noch prägen wird.“ Sie habe es genossen, auf der Bühne zu stehen, zu singen und mit ihrem Coach, der Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß, zu arbeiten. „Sie hat mir so viele wertvolle Tipps gegeben, dafür bin ich sehr dankbar. Das alles hat mir weitere Türen geöffnet“. Wohin ihr musikalischer Weg führen wird, das weiß die junge Frau aus der Hansestadt heute allerdings noch nicht. „Ich mache mir über meine Zukunft noch keine allzu großen Gedanken“, sagt Parassi, die sich zunächst um ihren Schulabschluss kümmern will: Im Jahr 2021 soll’s das Abi sein.

Wie Geschwister

Viele Momente außerhalb der Tonstudios und Bühne seien ebenso in toller Erinnerung geblieben. Parassi erzählt: „Ich habe so viel Zeit mit den anderen Kandidaten verbringen dürfen, sie sind für mich wie Geschwister geworden.“ Besonders ihre beiden direkten Konkurrenten Theresa und Lazaros, der sich durchsetzte. Ihm gönnt sie nun auch den Finalsieg. Aus einem ganz besonderen Grund. „Lazaros hat wie ich griechische Vorfahren, da ist die Verbindung noch ein bisschen enger. Er ist mir ein richtig guter Freund geworden.“

Dass sich die junge Frau überhaupt bei der Musik-Talentshow beworben hatte, verdankte sie einer guten Freundin. „Denn von alleine hätte ich diese Initiative nicht ergriffen.“ Zum anderen gilt ihr Dank ihrem Schulleiter, der sie für die Zeit der Aufnahmen in Berlin vom Unterricht freistellte. Sonst hätte Eva Parassi diese für sie so einmalige Reise niemals antreten können. Eine Reise, die sich eben nicht nur auf die Bühne und das Singen beschränkte.

Berliner Dungeon besucht

„Nachmittags hatten wir oft frei, dann durften wir etwas unternehmen“, berichtet die junge Attendornerin. Machmal kam ihr der Aufenthalt in der Hauptstadt sogar wie eine große Klassenfahrt vor. So besuchte die 15-Jährige unter anderem ein Magie-Museum und war im Berliner Dungeon zu Gast. „Weil ich so auf Grusel stehe“.

Wie es nach dem Abitur für die junge Frau weitergeht, steht noch in den Sternen. Eine klassische Musikerkarriere strebt sie, Stand heute, nicht an. Allerdings habe die Teilnahme bei „The Voice Kids“ Lust auf mehr gemacht. „Ich kann mir gut vorstellen, später nochmal bei einer anderen Talentshow mitzumachen.“ Möglicherweise sogar beim großen Bruder bzw. der großen Schwester von „The Voice Kids“: bei „The Voice of Germany“.

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