Ermittlung

Toter im Biggesee Olpe: Das soll an dem Abend passiert sein

Am 9. März wurde ein Auto aus dem Biggesee geborgen. Im Inneren wurde ein junger Mann leblos geborgen.

Am 9. März wurde ein Auto aus dem Biggesee geborgen. Im Inneren wurde ein junger Mann leblos geborgen.

Foto: Verena Hallermann

Olpe-Stade.  Im März wurde ein 18-Jähriger tot aus seinem Auto im Biggesee geborgen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Theorie, wie es soweit kommen konnte.

Am Abend des 9. März geriet ein 18-Jähriger mit seinem Auto in Höhe der Schiffsanlegestelle Olpe-Stade in den Biggesee. Im Rahmen einer aufwendigen Bergungsaktion (wir berichteten) konnte der junge Mann nur noch tot geborgen werden. Die Staatsanwaltschaft geht von einem tragischen Unglück aus – und hat eine Theorie, wie es dazu kommen konnte.

Zur Erinnerung: Die Polizei erhielt am Abend des 9. März den Hinweis, dass ein Auto in Höhe der Schiffsanlegestelle Olpe-Stade in die Bigge gerollt ist. Zwei Zeugen hatten sich gemeldet. Sofort wurde eine Suchaktion eingeleitet – diese musste jedoch aufgrund der Dunkelheit abgebrochen werden. Am darauffolgenden Tag suchten Einsatzkräfte der Polizei und der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) weiter. Taucher konnten mit Hilfe von Sonargeräten schließlich das Fahrzeug finden, das in elf Metern Tiefe auf dem Grund des Sees lag. Im Auto wurde der tote Mann gefunden.

Nicht mehr rausgekommen

Die Mordkommission wurde eingeschaltet, Zeugen befragt und ein toxikologisches Gutachten erstellt. Letzteres war völlig unauffällig. Das heißt, der junge Mann hatte keinerlei Rauschmittel konsumiert. „Wir gehen von einem Unfall aus“, sagt Rainer Hoppmann, stellvertretender Pressedezernent der Staatsanwaltschaft Siegen auf Anfrage unserer Zeitung.

Doch wie konnte es soweit kommen? Die Staatsanwaltschaft geht von folgendem aus: Der junge Mann stand mit seinem Auto an der Schiffsanlegestelle in Olpe-Stade und wollte rückwärts zurück setzen. Dabei soll er den falschen Gang eingelegt haben. Der 18-Jährige soll zuvor ein anderes Auto besessen haben, bei dem der Rückwärtsgang anders eingelegt werden musste. Er gab Gas, da es an der Stelle steil abwärts geht. In der Folge geriet er in den Biggesee und konnte sich nicht mehr aus seinem Fahrzeug befreien. „Das ist eine Vermutung“, betont Hoppmann. „Eine andere Erklärung gibt es nicht. Ein Fremdverschulden ist nicht erkennbar.“

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