Bestattungswald

Vorbereitungen für Waldfriedhof in Altenhundem laufen

Der Waldfriedhof des Klosters Maria Königin. In direkter Nachbarschaft soll der Bestattungswald entstehen. 

Der Waldfriedhof des Klosters Maria Königin. In direkter Nachbarschaft soll der Bestattungswald entstehen. 

Foto: Michael Brüseken / WP

Altenhundem. Wenn weiterhin alles gut läuft, könnten im Sommer kommenden Jahres die ersten Verstorbenen im neuen Bestattungswald auf dem Gelände des Klosters Maria Königin beigesetzt werden. Im Mai hatte Hans-Gerd Mummel, Vorsitzender des Trägervereins Gymnasium Maria Königin, im Stadtrat erstmals öffentlich über die Idee und das Vorhaben informiert. Aus Reihen der Politik gab es damals spontane Zustimmung. Seitdem war es ruhig um das Projekt geworden, aber wohl nur an der Öffentlichkeit. Im Hintergrund bemühte sich der Verein in den letzten Monaten, das Vorhaben zu konkretisieren und voran zu bringen.

Trägerschaft noch offen

Die positive Grundstimmung hat sich seitdem nicht geändert. „Wir haben bisher von allen Seiten nur Unterstützung bekommen, bisher hat niemand nur ein Kriterium vorgetragen, was dieser Idee im Wege stehen würde“, so Hans-Gerd Mummel. Auch die Mitgliederversammlung des Vereins stehe voll hinter dem Vorhaben.

Dass die „Nachfrage“ nach einem weiteren Bestattungswald im Kreis Olpe vorhanden ist, steht außer Frage. In Olpe-Sondern, derzeit noch einziger „Waldfriedhof“ im Kreisgebiet, werden laut Achim Henkel, Stadt Olpe, in jedem Jahr 35 bis 40 Verstorbene, vorwiegend aus dem Kreisgebiet beigesetzt, Tendenz steigend.

Gespräche mit allen Beteiligten

Ein Punkt, der noch zu klären sei, ist die Trägerschaft. Der Trägerverein Gymnasium Maria Königin e.V. hat laut Satzung den Zweck die Finanzierung des Gymnasiums Maria Königin sicherzustellen und die Bildungs- und Erziehungsarbeit der Missionare von der Heiligen Familie weiterführen. Von der Trägerschaft eines Bestattungswaldes ist dort nicht die Rede. Man müsse sehen, ob vielleicht ein anderer, sprich eine Kirchengemeinde, mit ins Boot genommen werde, so Mummel. Deshalb führe der Verein derzeit mit der Kirchengemeinde St. Agatha Altenhundem Gespräche über eine mögliche Trägerschaft.

Gelände ist geeignetAußerdem möchte der Verein bereits im Vorfeld des formellen Genehmigungsverfahrens mit allen Beteiligten gesprochen haben. Mummel: „Wir wollen diese Gespräche mit aller Behutsamkeit führen. Es ist einfach ein langer und zäher Weg, bevor das eigentliche Antragsverfahren startet“. Der Vorsitzende geht davon aus, dass der Abstimmungsprozess Ende des Jahres abgeschlossen ist. „Ich schätze, dass wir dann ein Konzept der Öffentlichkeit vorstellen können.“

Vorhaben muss genehmigt werden

Das offizielle Genehmigungsverfahren wird über die Bezirksregierung in Arnsberg laufen, darüber hinaus muss das Vorhaben auch kirchenaufsichtlich von Paderborn genehmigt werden. Auch aus dem Erzbistum gebe es positive Signale. Mummel ist optimistisch: „Wir schätzen, dass wir Mitte des Jahres 2020 starten können.“

Der gemeinnützige Trägerverein „Gymnasium Maria Königin e.V.“ hatte 2002 vom Orden der „Missionare von der heiligen Familie e.V.“ die Trägerschaft des Gymnasium Maria Königin in Lennestadt-Altenhundem und das gesamte Gelände des früheren Klosters Maria Königin übernommen. Dazu gehört der Klosterfriedhof und ein fünf Hektar großes Waldstück.

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