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„Westend-Festival“: Acht Bands an acht Abenden in Attendorn

Die Sauerländer Comedian Jacqueline Feldmann eröffnet mit Ihrem Programm „Plötzlich Zukunft! Konnt‘ ja keiner wissen…“ das achttägige Westend Festival mit einer lustigen Liebeserklärung an das „normale“ Leben.

Die Sauerländer Comedian Jacqueline Feldmann eröffnet mit Ihrem Programm „Plötzlich Zukunft! Konnt‘ ja keiner wissen…“ das achttägige Westend Festival mit einer lustigen Liebeserklärung an das „normale“ Leben.

Foto: Robert Maschke

Attendorn.  Veranstaltungsreihe startet am Mittwoch in seiner zweite Auflage. Programm für jedermann. Kleiner Dank an die Attendorner Stadthallentechniker.

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Ohne den Einfallsreichtum von Martin Reißner und Sascha Hasenack würde das „Westend-Festival“, das in den Herbstferien seine zweite Auflage erfährt, seinen besonders einprägsamen Namen wohl nicht tragen. Die beiden Techniker der Attendorner Stadthalle tauften das westliche Ende der Halle, in dem bis zu 400 Gäste Platz finden, nämlich eines Tages liebevoll „Westend“. Genau dort, im hinteren Drittel, fand schließlich im vergangenen Jahr die erste Veranstaltung dieses neuen Formates statt. Das Alleinstellungsmerkmal: Sechs lokale Bands traten an einem Abend auf.

„Damit war die Idee geboren, bewusst im kleinen Saal ein Festival zu organisieren, bei dem es nicht um größer, schneller, weiter geht“, erklärt Kulturamtsleiter Frank Burghaus. Der Fokus liege in erster Linie auf Bands aus Attendorn und Umgebung. Das wird auch in diesem Jahr so sein. Allerdings wird die Veranstaltung auf acht Abende (und damit acht Auftritte) ausgedehnt. Los geht es am kommenden Mittwoch, 16. Oktober, mit der Sauerländer Comedian Jacqueline Feldmann, seinen Abschluss nimmt das „Westend-Festival“ genau eine Woche später mit der Kölschen Band „The Höösch“.

Noch nicht restlos ausverkauft

Abwechslung ist dabei vorprogrammiert. „Von Comedy über Klassik, Rock und Kölsch bis hin zur Lesung und einem Disco-Abend für die Jugend ist für jede Zielgruppe etwas dabei“, sagt Burghaus. Allerdings weiß er auch, dass noch lange nicht alle Abende ausverkauft sind. Möglicherweise sind die Künstler nicht bekannt genug. Dabei gehe es genau darum, interessante Nachwuchskünstler auf die Bühne zu holen. „Aber leider ist das Unbekannte oftmals nicht nachgefragt.“

Mittwoch, 16. Oktober

Die Sauerländer Comedian Jacqueline Feldmann eröffnet mit ihrem Programm „Plötzlich Zukunft! Konnt‘ ja keiner wissen“ das Festival mit einer Liebeserklärung an das normale Leben, an verrückte Ängste der Jugend und deren Eltern, sowie mit dem Versuch, „Youtube-Star“ als einen echten Beruf zu betrachten.

Donnerstag, 17. Oktober

Die beiden Nachwuchs-DJ’s PumPui und FeelX sowie der Headliner Marc Kiss legen bei der beliebten Veranstaltung „Hanse Beats“ auf.

Freitag, 18. Oktober

Staubkind ist das Pop-Rock-Projekt des Sängers und Gitarristen Louis Manke aus Berlin. Früher im Dark Rock angesiedelt, ist Manke mit seiner Musik mittlerweile künstlerisch im modernen Pop-Rock angekommen. Dort erzählt er Geschichten aus dem Leben, die jeden dazu einladen, sie in den Alltag mitzunehmen.

Samstag, 19. Oktober

Der Samstag steht ganz unter dem Motto Rock. Bei der „Studio A Rock Night“ können sich die Konzertgäste auf Bronkobeat, Extremely Normal, Rustics und The Gap freuen.

Sonntag, 20. Oktober

Gibt es Schwangerschaftsdemenz auch beim Mann? Und warum werden Männer in der Schwangerschaft auch immer dicker? Diese und andere Fragen stellt sich Christian Höffer, bekannt aus dem Attendorner Karneval als Büttenredner „En twersen Lümmel“, in seinem ersten Stand-up-Programm „Lümmel live – Playback macht ja auch keinen Sinn“. Wer ihn kennt, weiß: er nimmt kein Blatt vor den Mund.

Montag, 21. Oktober

Klassische Musik bringt das Ensemble „StreichArt“ mit. Die Begeisterung für ihr Instrument und das gemeinsame Musizieren verbindet die Musiker des 2017 in Siegen gegründeten Kammerorchesters StreichArt Siegen. Schon seit Jahren musizieren sie als Mitglieder des Bach-Orchesters Siegen regelmäßig auf hohem Niveau. Mit dem Ziel, auch darüber hinaus das Ensemblespiel zu pflegen und sich neues Repertoire zu erschließen, taten sich die gegenwärtig 13 Musiker zusammen und erarbeiten seitdem Werke für Streichorchester und -ensemble vom Barock bis zur Moderne.

Dienstag, 22. Oktober

Der Meister des schwarzen Humors, Stephan Hähnel aus Berlin, liest aus seinem Buch „Gefallen auf dem Feld der Ehe“. Menschen heiraten aus Liebe, zumindest glauben sie das. Schade, dass dieser Zustand nicht immer von Dauer ist. Scheidung wäre zwar eine Option, doch sind die Protagonisten in den Kurzgeschichten von Krimiautor Stephan Hähnel weitaus kreativer. So entledigen sie sich ihrer Ehepartner lieber auf unkonventionelle Weise, manchmal blutig, auch mal unbeabsichtigt, aber stets endgültig. Traurig, möchte man meinen, wenn es dabei nicht so unterhaltsam wäre.

Mittwoch, 23. Oktober

Zum Schluss ertönt Kölsche Musik von „The Höösch”. Zwischen BAP und Bläck Fööss erspielen sich die sechs Musiker ein Repertoire, das kaum breiter gefächert sein kann. Mit starken Wurzeln in der kölschen Sprache werden alte und neue Lieder auf eigene Art vorgetragen.

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