Wurst-Skandal

Wilke-Produkte in allen Kommunen im Kreis Olpe verkauft

Ein Firmen-LKW-Anhänger steht auf dem Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke.

Ein Firmen-LKW-Anhänger steht auf dem Werksgelände des nordhessischen Wurstherstellers Wilke.

Foto: Uwe Zucchi / dpa

Kreis Olpe.  Der Skandal um die keimbelastete Wurst der Firma Wilke hat für Schlagzeilen gesorgt. Doch inwieweit war der Kreis Olpe betroffen?

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Der Skandal um die keimbelastete Wurst der Firma Wilke hat in den vergangenen Tagen für Schlagzeilen gesorgt. Drei Menschen hat der Listerien-Ausbruch bei der Großmetzgerei aus Twistetal (Waldeck-Frankenberg) das Leben gekostet. Doch inwieweit war der Kreis Olpe betroffen? Christian Kaiser vom Fachdienst Gesundheit und Verbraucherschutz klärt auf.

Fakt ist: Auch im Kreis Olpe wurden Wurstwaren der Firma Wilke verkauft. „Es waren alle Kommunen im Kreis Olpe betroffen“, sagt Kaiser. „Über den Umfang kann ich keine einfache Aussage machen, da die Informationen sehr differenziert sind und nur mit großem Aufwand aufgearbeitet werden können.“

Die Lebensmittelkontrolleure des Kreises haben alle betroffenen Betriebe aufgesucht, um den Rückruf zu kontrollieren. „Ausnahme stellen Privatpersonen aus Liefer- und Vertriebsketten dar“, sagt Kaiser. „Hier wurde telefonisch informiert und der Rückruf überprüft. Der Rückruf war in allen Betrieben – auch bei den privaten Betrieben – bereits erfolgt.“

Informationen von Christian Kaiser zufolge gab es keine Krankheitsfälle im Kreis Olpe, die auf den Verzehr der Wurstwaren zurückzuführen gewesen wären. „Das ist in der Regel auch nicht zu erwarten, da das Erkrankungsbild differenziert ist und nicht unbedingt ursächlich mit dem Verzehr in Verbindung gebracht werden kann“, erläutert er.

Auf das Kennzeichen achten

Alle Produkte der Firma Wilke mit allen MHD- und Verbrauchsdaten sind zurückgerufen worden, betont Kaiser. Verbraucher sollten bei Ungewissheit auf das ovale Kennzeichen bei Fleischprodukten achten. Die Nummer „DE EV 203 EG“ zeige, dass es sich um Produkte handelt, die bei dem betroffenen Unternehmen hergestellt worden sind. Diese sollten unverzüglich unschädlich beseitigt, oder im Falle von Ersatzansprüchen zu dem Händler zurückgebracht werden. Neben den im Internet veröffentlichten Fachinformationen (Firma Wilke, Großhandelsunternehmer, LANUV) ist auch der Fachservice Verbraucherschutz des Kreises Olpe eine Stelle, wo Verbraucher sich informieren können.

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