Bürger haben das Wort

17. Dezember: WP-Mobil zu Gast in Schreibershof

Das WP-Mobil macht Station im Drolshagener Dorf Schreibershof: Eine Bäckerei gibt es noch, einen Geldautomaten nicht.

Das WP-Mobil macht Station im Drolshagener Dorf Schreibershof: Eine Bäckerei gibt es noch, einen Geldautomaten nicht.

Foto: Josef Schmidt / WP

Schreibershof.  Das WP-Mobil kommt nach Schreibershof. Alle Themen, die die Bürger dort interessieren, sollten zur Sprache kommen.

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Der Heilige Vater Franziskus daselbst sorgte in diesem Jahr für den absoluten Höhepunkt im Schreibershofer Dorfleben. Nach einer Aufsehen erregenden Wanderaktion über fast drei Monate hinweg hatten die Laurentius-Schützen, die mit gut 550 Mitgliedern den größten Verein des Dorfes bilden, ihre Schützenfahne nach Rom getragen und von Papst Franziskus segnen lassen. Große Teile des Dorfes machten mit, lieferten einen eindrucksvollen Beleg für den Zusammenhalt.

Agiles Vereinsleben

Vereinsvorsitzender Andreas Dörner hatte allen Grund zur Freude, und auch Ortsvorsteher Frank Heuel, der nicht nur der „Chef“ des 500-Seelen-Dorfes Schreibershof ist, sondern auch Schürholz, Heimicke und Herpel vorsteht, lobt den Gemeinschaftssinn seiner Mitbürger: „Das Vereinsleben ist sehr lebendig, viele Schreibershofer sind mit ihrem Dorf verwurzelt, die Leute hier halten zusammen.“

Neben den Schützen gibt es beispielsweise den Fußballclub, die Musikfreunde, die Pfarrgemeinde.

Feuer frei!

Wo also hakt es im Dorf, was braucht Schreibershof eigentlich am dringendsten, welche Wünsche könnten die berühmte Gute Fee bzw. die Politiker im Rathaus erfüllen? Das sind die Fragen, die unter anderem im Blickpunkt stehen können, wenn die Westfalenpost mit ihrem WP-Mobil Station im bevölkerungsmäßig viertgrößten Ort der Stadt macht. Aber natürlich auch ganz andere Themen. „Feuer frei“ heißt die Devise.

Am Dienstag, 17. Dezember, ab 17 Uhr, ist es soweit: Das Pfarrheim steht zur Verfügung, und alle Bürgerinnen und Bürger des agilen Dorfes sind herzlich eingeladen, mit uns zu diskutieren, Ideen vorzutragen, Vorschläge zu machen.

Bäckerei und Waldkindergarten

Schreibershof hat zwar einiges zu bieten, unter anderem einen Waldkindergarten und eine florierende Bäckerei, die Dörner und Heuel humorvoll „unser Kaufhaus der Mitte“ nennen

Eine Lücke in der Infrastruktur ist vermutlich fast allen Schreibershofern ein Dorn im Auge. „Wir haben keine Bankfiliale mehr im Ort, nicht mal einen Geldautomaten“, beklagt Frank Heuel, „wir müssen für jede Abhebung nach Drolshagen fahren.“ Das nervt und wird auch spontan vom Schützen-Chef Dörner als ein Punkt hervorgehoben, den man gerne auf eine „To-do-Liste“ fürs Dorf schreiben würde. Vielleicht findet ja ein Verantwortlicher von Sparkasse oder Volksbank den Weg ins Pfarrheim?

Wie in fast allen kleineren Ortschaften des Sauerlandes hat auch in Schreibershof die Gastronomie und der Einzelhandel den Rückzug schon lange angetreten. Heuel: „Der einzige Tante-Emma-Laden im Dorf hat vor einigen Jahren zugemacht, unser Gasthaus Zum Bremer ebenfalls.“ Der „Bremer“ werde noch als Dorfkneipe genutzt, aber nur an jedem ersten Freitag im Monat.

Fehlender Baugrund

Junge Familien, die dennoch unbedingt in Schreibershof wohnen und leben wollen, sagt Heuel, suchten Baugrund, der fehle: „Das weiß man auch im Rathaus, ein neues Baugebiet würde uns helfen, junge Leute hier zu halten.“

Drolshagens Bürgermeister Uli Berghof hat schon zugesagt, beim WP-Mobil vorbeizuschauen. Vielleicht kann er etwas zum Thema sagen.

Das WP-Mobil vor Ort

15. Okt.: Sporke (Lennestadt)

5. November: Welschen Ennest (Gemeinde Kirchhundem)

19. November: Serkenrode (Gemeinde Finnentrop)

25. November: Hünsborn (Gemeinde Wenden)

17. Dezember: Schreibershof (Stadt Drolshagen)

7. Jan.: Oberveischede (Olpe)

21. Januar: Windhausen (Stadt Attendorn)

Die zweite Staffel der WP-Mobil-Tour startet im März 2020

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