Rotary

55 von 1,2 Millionen Bäumen

Michael Breitsprecher und Sigrid Kanthack-Leser (hinten) gaben fachliche Hilfestellung, als Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens mit den Rotariern Michael Brieden, Hans-Martin Diederichs, Dr. Hans-Toni Junius und Rudolf Krefting (von links) den Apfelbaum pflanzten.

Foto: Oliver Bergmann

Michael Breitsprecher und Sigrid Kanthack-Leser (hinten) gaben fachliche Hilfestellung, als Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens mit den Rotariern Michael Brieden, Hans-Martin Diederichs, Dr. Hans-Toni Junius und Rudolf Krefting (von links) den Apfelbaum pflanzten.

Letmtahe.   Rotary Club Hohenlimburg/Letmathe leistet seinen Beitrag für die Umwelt

Die Rotary-Clubs sind für ihr soziales Engagement bekannt. Gerne werden Spendenschecks an Organisationen überreicht, die sich um Menschen kümmern, die am Rande der Gesellschaft stehen oder einfach nur nicht auf der Sonnenseite des Lebens. Aber Bäume pflanzen? „Das ist eher ungewöhnlich“, bestätigt auch der Präsident des Rotary-Clubs Hohenlimburg/Letmathe, Dr. Hans-Toni Junius. Doch jetzt trat Ian Riseley auf den Plan. Der Australier ist Weltpräsident der Service-Organisation – und er äußerte die Anregung, dass jeder der weltweit 1,2 Millionen Rotarier im Laufe seiner Amtszeit einen Baum als Beitrag für die Umwelt pflanzen solle.

Der heimische Rotary-Club hatte daraufhin eine Idee: In Zusammenarbeit mit der Stadt Iserlohn wurden am Sonntag 55 Bäume, an denen eines Tages verschiedene Obstsorten wachsen werden, an der Drüpplingser Straße unweit des Dorfplatzes gepflanzt. 55 Mitglieder gehören dem Rotary-Club Hohenlimburg/Letmathe, der in diesem Jahr 50 Jahre alt wird, nämlich momentan an. Doch 56 Bäume wurden bestellt. Das letzte Exemplar, einen „Roten Boskop“, der zuvor eine Baumschule am Möhnesee „besuchte“, hat am Montag seinen Platz am östlichen Rand der Letmather Innenstadt neben dem „Friedensbaum“ bekommen, der 2015 aus Anlass von 70 Jahren Frieden in Letmathe an den Hang zwischen Lenneradweg und der Straße An Pater und Nonne gepflanzt wurde. Ob das Engagement des Service-Club nun üblich ist oder nicht – bei den Hohenlimburgern und Letmathern kam die Baum-Pflanz-Idee gut an, besonders ihr Sekretär Hans-Martin Diederichs hat sich engagiert hinter das Projekt geklemmt. „Deshalb ist er für uns jetzt auch der Baumdirektor“, scherzte Rudolf Krefting, der für den Gemeindienst verantwortlich ist.

Bäume sollen in zwei bis drei Jahren erste Früchte tragen

Nicht minder bemerkenswert war der tatkräftige Einsatz von Bürgermeister Dr. Peter Paul Ahrens, der das Loch für den Baum beinahe im Alleingang aushob. Fachlichen Rat gab es von Sigrid Kanthack-Leser, die in der städtischen Abteilung Stadtentwicklung und Grundstücke für den Bereich Bodenmanagement zuständig ist, und vom Mendener Garten- und Landschaftsbauer Michael Breitsprecher. Er sagte auf Nachfrage, dass man von den Früchten des Baumes erstmals in etwa zwei bis drei Jahren naschen könne. „Von einer echten Ernte kann aber erst in etwa acht Jahren die Rede sein.“

Viel wird von der Baumpflege abhängen. Besonders wichtig sei, dass er in trockenen und heißen Phasen regelmäßig gegossen werde. Sigrid Kanthack-Leser wird in Kürze bei der freiwilligen Feuerwehr nachfragen, ob sie diese Aufgabe übernimmt.

Ein weiterer Baum ist noch in Planung

Und die Hohenlimburger? Sie müssen nicht traurig sein oder gar neidisch nach Letmathe blicken. „Wenn dort die letzte Lücke zwischen Ruhrtalradweg und Lenneroute geschlossen ist, werden wir am Radweg einen weiteren Baum pflanzen“, versprach Präsident Dr. Junius. Damit liegt der Ball jetzt bei der Stadt Hagen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik